Stars und Sternchen - Yoga who is who!*

Ja, auch im Yoga gibt es „Celebrities“! Oder Gurus oder Lehrer oder Meister oder Avatare... Eben herausragende Persönlichkeiten, die die Yoga-Welt beeinflusst haben oder noch beeinflussen und die in dieser eine, zugegebenermaßen vielleicht manchmal mehr oder weniger tragende, Rolle spielen. Auf jeden Fall stehen immer spannende und interessante Geschichten und Storys hintern den Namen...
Für das schnelle Nachschauen von Personen, Göttern, Avataren und/oder Wesen, die Euch in der Yoga-Welt begegnen, haben wir dieses Namen-ABC zusammengestellt. Wenn Euch etwas fehlt, lasst es uns wissen – gerne erklären wir auf Anfrage und erweitern natürlich unser kleines Glossar Stück für Stück. Wir freuen uns auf Euch: hallo@we-love-yoga.de Meldet Euch auch bei unserem Newsletter an – spannende Themen, Erfahrungen, Rezepte und Specials eurer Yogastudios!

A

ARJUNA – DER KÄMPFER

Arjuna bedeutet weiß, hell, rein. Und Arjuna ist ein großer Kämpfer! In der Bhagavadgita spielt Arjuna eine wesentliche Rolle – er empfängt in einem Moment großer Niedergeschlagenheit von seinem Gesprächspartner und Lehrer Krishna weise Worte. Mehr Infos zur Geschichte gibt es im kleinen we.love.yoga-Lexikon.

ARUNA – KUTSCHER DER SONNE

Aruna ist der vedische Gott der Morgenröte und Kutscher der Sonne.

SRI AUROBINDO – ODER AUCH AUROBINDO GHOSE

Geboren 1872 in Kalkutta als eines von fünf Kindern, aber vom europäisch geprägten Vater mit nur sieben Jahren nach England geschickt, erhielt Aurobindo eine klassisch- humanistische Ausbildung. Erst mit 21 Jahren kehrte er nach Indien, nach Bombay zurück und verspürte einen großen inneren Frieden – und er begann, sich mit der Kultur seines Heimatlandes auseinander und lernte auch die Sprache der heiligen Schriften: Sanskrit. Und kam unweigerlich mit dem Thema Yoga in Berührung. Hinzu kam seine politische Aktivität – er wollte ein freies Indien und wurde bald geistiger Führer der Widerstandsbewegung. 1908 erlebte Aurobindo die Erfahrung von ewiger Stille in der Meditation... und im selben Jahr wurde er wegen seiner politischen Aktivität von den Briten verhaftete. Ein Jahr blieb er inhaftiert und erlebte zahlreiche spirituelle Erfahrungen – er spürte, wie ihn die Kraft der Göttlichen erfüllte. Letztendlich kam er frei – und entsagte kurz darauf der Politik. Einer Eingebung folgend ging er nach Pondicherry/Puducherry und entwickelte dort sein „Integralyoga“ oder „Integrales Yoga“. 1914 kam es zur Begegnung mit Mirra Alfassa oder „die Mutter“ – sie hatte ebenfalls viele spirituelle Erfahrungen gemacht und blieb als enge Vertraute und Mitarbeiterin bei Aurobindo. Langsam entwickelte sich der „Sri Aurobindo Ashram“. Sein Ziel war es, das „Supramental“ (= Supermind) auf die Erde zu bringen. Im Grunde heißt dies nichts anderes als sich auf das, was oberhalb des mentalen Bewusstseins ist, hinzubewegen – hier ist alles ohne Wiedersprüche verbunden und alles ist sichtbar, also im Grunde DAS Wahrheitsbewusstsein. Dann ist ein göttliches Leben auf Erden möglich... Menschen sollen in Frieden, Freude und in bewusster Selbstentwicklung führen, das Leben in seiner Ganzheit akzeptieren und transformieren, indem es schrittweise mit dem Licht der Wahrheit erfüllt wird.
1950 verstarb Aurobindo und hinterließ einige philosophische und spirituelle Werke: „Das göttliche Leben“, „Synthese des Yoga“, Essays über die Gita“ und viele mehr. Große Bekanntheit hat sein Epos „Satvitri“ – 24.000 Zeilen mantrischer Dichtung durch das Universum...

B

BIKRAM CHOUDHURY – HITZEMEISTER

Herr Choudhury ist der Begründer des Bikram-Yoga- Stils. Hier werden bei ca. 38 Grad 26 Asanas und zwei Atemübungen geübt. Mehr Infos dazu gibt es unter: we.love.yoga Yoga- Stile erklärt.

BUDDHA – DER ERWACHTE

Buddha ist ein Erleuchteter, ein Erwachter. Meist wird „Buddha“ mit Gautama Siddhartha gleichgesetzt. Es gibt unterschiedliche Interpretationen, aber gemäß einigen Quellen manifestiert sich Vishnu in einer Inkarnation als Buddha. Der Buddha war zunächst Schüler bedeutender Yogis, deren Lehren er allesamt aufnahm. Dann wandte er sich in seinem eigenen Weg der Mediation zu – und: er erleuchtete. So wird er als Yogi, aber auch als Meditierender dargestellt. Eine Verbindung von Yoga und Buddhismus ist daher durchaus zu finden: Yoga-Asanas kräftigen den Körper und der Buddhismus steuert Meditationstechniken bei... Mehr zu Gautama Siddhartha unter „G“.

BRAHMAN – ABSOLUTES WESEN

Brahman ist DAS absolute Wesen, das hinter allem steht – auch hinter den Göttern! Es ist der universelle Geist, Ursache von allem und auch alles erfüllend. Ein BRAHMANA ist ein Veda-Gelehrter, ein Priester und Gelehrter.

C

CHOPRA, DEEPAK – BESTSTELLERAUTOR

Geboren 1946 in Neu-Delhi ist Arzt und Autor. Chopra verfasste zahlreiche Bestseller, in denen er alternative Medizin, Ayurveda und Spiritualität thematisiert. Auch Begriffe der Quantenphysik nutzt er für sich. Er lebt schon seit einer kleinen Ewigkeit im schönen Kalifornien.

COHEN, ANDREW – ENLIGHTEN!

Cohen, geboren 1955 in New York City, ist spiritueller Lehrer, Autor und Musiker. Bereits mit jungen 16 Jahren hatte er eine Erfahrung „kosmischen Bewusstseins“. In seinen Zwanzigern studierte er asiatische Kampfkünste, Kriya-Yoga und Buddhismus und war Schüler des Vedanta-Lehrers H.W.L: Poonja. Er gründete 1988 die Organisation EnlightenNext und das dazugehörige Magazin – welches preisgekrönt ist. Seine Philosophie nennt sich „Evolutionary Enlightment“ – zur Entwicklung einer neuen Stufe des menschlichen Bewusstseins und der Kultur.

D

DESAI, AMRIT

Geboren 1932 in Gujarat, Indien, ist Desai ein bekannter Yogi – seit den 60er Jahren unterrichtet er Hatha und Kundalini Yoga in den USA und bildete viele Yogalehrer aus. Er entwickelte das Kripalu Yoga und gründete ein Zentrum – das „Kripalu Center for Yoga and Health“. Allerdings zog er sich 1994 zurück aufgrund eines Fehlverhaltens gegenüber einigen Schülerinnen. Sein Lebenswerk manifestiert sich in der Integrativen Amrit Methode (I AM). Mittlerweile ist er wieder als Yoga-Lehrer tätig und leitet das „Amrit Yoga Centre“ in Salt Springs in Florida.

DESIKACHAR, T.K.V. – SOHN UND SCHÜLER

Sohn und Schüler des berühmten Krishnamacharya. Geboren 1938 im Yoga-berühmten Mysore ist er heute selbst bedeutender Yoga-Lehrer und entwickelte maßgeblich das Viniyoga (siehe dazu: „Yoga- Stile erklärt“). we.love.yoga-Tipp: Desikachar hat auch eine gute Einführung zum Yoga Sutra von Patanjali verfasst: „Über Freiheit und Meditation. Das Yoga Sutra des Patanjali“.

DEVI, INDRA – DIE FIRST LADY DES YOGA

Sie unterrichtete in Indien, im Kreml, in Hollywood... Sie ist wahrlich eine bedeutende Wegbereiterin des Yoga im Westen. Geboren 1899 als Eugenie Peterson in Riga als Tochter eines Schweden und einer Russin machte sie zunächst eine Ausbildung als Schauspielerin in Moskau. Nach Ihrer Flucht vor den Kommunisten nach Berlin reiste sie nach Indien. Die Lektüre einiger Bücher über Yoga hatten sie neugierig gemacht. Aber: Zunächst arbeitete Sie als Schauspielerin unter dem Künstlernamen Indra Devi. Sie wurde dann Schülerin von Krishnamacharya – die erste weibliche! Gegen den Willen ihres Mannes begann Sie, Yoga-Unterricht im Stil von Krishnamacharya zu geben. Und das in Shanghai! Indra begleitete Ihren Mann nach China – bis sie vor der japanischen Invasion nach Amerika flieht. Sie landet 1947 in Hollywood – und findet über die Beauty-Firma Elisabeth Arden den Weg zu Greta Garbo, Marilyn Monroe und vielen anderen Berühmtheiten, die sie unterrichtet. Indra wird 103 Jahre alt und stirbt 2002 in Argentinien, wo sie auch bis zum Schluss als Yoga-Lehrerin erfolgreich war. Ein spannendes Leben...

F

FORREST, ANA – YOGA-KRIEGERIN

Ana Forrest gilt ein bisschen als der Rock-Star unter den Yoginis – mit fast 60 Jahren. Sie hatte eine harte Kindheit – mit Drogen und viel Alkohol. Ihr Ziel ist es, Menschen zu inspirieren, Sie zu befreien von den Dingen, die sie krank machen. In ihrem Buch „Die Yoga-Kriegerin: Power für Körper und Seele mit Forrest Yoga“ erzählt sie ihre Geschichte, Lebensphilosophie und gibt Übungsanweisungen. Mehr zu Anas „Forrest Yoga“ erfahrt ihr unter: we.love.yoga Yoga Stile erklärt.

FRIEND, JOHN – GEFALLENER GURU

2012 hat John Friend in der Yoga-Szene für einen Skandal gesorgt. Dem Gründer des Anusara Yoga wurde so einiges vorgeworfen: Sexuelle Verhältnisse mit Schülerinnen, Sex-Therapien zur „Heilung“, Marihuana rauchen,... Und das alles zur Freisetzung von Energien? Mehr als 200 000 Studenten in 70 Ländern, erfolgreicher Verkauf von Büchern, DVDs, usw. – insgesamt ca. 2 Millionen Dollar Umsatz pro Jahr. Mehr zum Thema Anusara Yoga gibt es unter we.love.yoga Yoga-Stile erklärt.

G

GANESHA – HALBGOTT ZU DIENSTEN SHIVAS

Ganesha ist der Gott der Weisheit und beseitig die Hindernisse auf dem Weg – sprich: er bringt spirituellen und weltlichen Erfolg. Seine Eltern sind Shiva und Parvati. Oder auch nur Parvati. Das ist nicht ganz eindeutig. Und er sieht sehr putzig aus: Mit Elefantenkopf und dickem Bäuchlein.

GAUTAMA – BUDDHA

Siehe „ Siddhartha Gautama“.

GANNON, SHARON – JIVAMUKTI-GRÜNDERIN I

Geboren 1951 in Washington ist Sharon nicht nur Mitbegründerin des bekannten Jivamukti Yoga, sondern auch Tierschützerin, Musikerin, Autorin, bekennende Veganerin und Kochbuchautoin. Sie selbst unterrichtet seit 1984 – darunter einige Stars: Sting, Madonna, Donna Karan, Christy Turlington... Sie hat, zusammen mit David Life, Lebenspartner und Mitbegründer von Jivamukti Yoga, Yoga cool und hip gemacht... Mehr zu Jivamukti-Yoga erfahrt ihr unter: we.love.yoga Yoga-Stile erklärt.

GURUJI – PATTHABI JOIS

Siehe „Jois, Patthabi“

H

HANUMAN – AFFENHELD

Hanuman ist der Heerführer der Affen im Epos Ramayana. Hanuman symbolisiert die größte Hingabe an das Göttliche. Er war Ramas enger und treuer Verbündeter und half ihm seine entführte Frau zurückzuholen.

HARRISON, CHRISTOPHER – LUFTIKUS

Er ist der Erfinder des AntiGravity Fitness-Systems, wozu auch AntiGravity Yoga zählt. Harrsion selbst ist Jahrgang 1961, Amerikaner, Tänzer, Akrobat, Choreograph und Fitness-Trainer. Mehr zum Thema AntiGravity Yoga oder Aerial Yoga gibt es unter: we.love.yoga Yoga-Stile erklärt.

I

IYENGAR, B.K.S. – EINER DER LEHRER

„I always tell people, live happily and die majestically“. Iyengar gehört zu den wesentlichen Lehrern des Yoga und erkangte v.a. in den USA große Bekanntheit. 1918 in Südindien geboren wuchs er in ärmlichen Verhältnissen auf. Durch eine Grippe seiner Mutter, kam er sehr geschwächt auf die Welt und litt unter zahlreichen Beschwerden. Sein Vater starb, als er neun war und sein Bruder in Bangalore nahm ihn auf. Bis er mit 15 nach Mysore zu seiner Schwester kam. Und die war mit keinem geringeren als dem berühmten Krishnamacharya verheiratet. Aber: Der weigerte sich zunächst den schwächlichen Iyengar zu unterrichten. Aber schließlich nahm der Schwager ihn doch als Schüler auf und siehe da: Iyengar lernte schnell auch schwierige Asanas und durfte dann sogar unterrichten. Nach drei Jahren ging er nach Pune und baute seine eigene Schule auf, während es sich in menschlicher Anatomie und Physiologie weiterbildete. 
Er begann, seine zu Beginn nur wenigen Schüler, mit Hilfsmitteln wie Steinen und Blöcken in die Asanas zu helfen, obwohl sie vielleicht nicht die körperlichen Bedingungen dafür mitbrachten, und entwickelte eine Yoga-Therapie. In den 50iger Jahren unterrichtete er den weltbekannten Violinisten Yehudi Menuhin als dieser in Bombay weilte. Der war so angetan, dass er Iyengar in die Schweiz einlud. Und das war der Beginn seiner zahlreichen Reisen – und schließlich auch der Grundstein für seine Bekanntheit im Westen, v.a. in den USA. Seine Schule in Pune wird heute von seiner Tochter und seinem Sohn geleitet. Iyengar starb 2014. Mehr zum Thema Iyengar Yoga findest Du hier: we.love.yoga Yoga-Stile erklärt. we.love.yoga-Tipp: Iyengars Werk „Licht auf Yoga“ ist auch heute noch wesentliches Grundlagenwerk.

J

JOIS, SRI K. PATTHABI – GURUJI

Guruji, wie ihn seine Anhänger liebevoll nennen, ist der Begründer des Ashtanga Yoga- Übungssystems. Jois selbst ist der wohl bekannteste Schüler Krishnamacharyas – schon mit 12 Jahren wurde er vom berühmten Lehrer unterwiesen! Täglich übte er Asanas und studierte eifrig das Yogasutra. Später studierte er in Mysore Sanskrit, blieb aber in der Lehre von Krishnamacharya und begann selbst zu unterrichten. Sogar der Maharadscha von Mysore zählte zu seinen Schülern. So kam es auch, dass Jois Professor am Sanskrit College wurde und die Yoga-Abteilung leitete. Und das tat er eine halbe Ewigkeit – von 1937 bis 1973. Im Ruhestand ging es für ihn nochmals richtig los: Er unterrichtete zunehmend westliche Schüler in seinem Ashtanga Yoga und reiste selbst viel und oft in den Westen. Dabei legte er stets wert, dass sich seine Schüler nicht nur den körperlichen Übungen widmeten, sondern auch die ethischen Leitlinien studierten. Wenn sie dies nicht tun und die Asana-Praxis rein auf egozentrischer Basis erfolgt, dann könne diese zu Arroganz oder anderen Problemen führen.
Guruji lebte zwischen 1915 und 2009. Mehr zum Thema Ashtanga Yoga unter: we.love.yoga Yoga-Stile erklärt. we.love.yoga-Tipp: Patthabi Jois erläutert in „Yoga Mala“ seine Gedanken zu den „Yamas“ und „Niyamas“, den ersten beiden Stufen des achtgliedrigen Pfades – dem Alltagsverhalten uns selbst und anderen gegenüber.

K

KALI RAY – Oder KALIJI

Die 1955 geborene Amerikanerin ist Begründerin des TriYoga, welches sie in den 80iger Jahren entwickelte und seither unterrichtet. Und dies auf Grund einer Eingebung, auf Grund der Erfahrung der Kundalini-Energie, die sich in einer spontanen Abfolge von Asanas und Mudras manifestierte. Aha... Aber dieses Phänomen gibt es tatsächlich und es ist übrigens in der indischen Tradition als Kriyavati bekannt. Mittlerweile gibt es 51 TriYoga-Zentren in mehr als 40 verschiedenen Ländern. Wow. Mehr zum Thema TriYoga gibt es hier: we.love.yoga Yoga-Stile erklärt.

KAPILA – GEHEIMNISVOLLER PHILOSOPH

Kapila ist der Begründer der Sankhya-Philosophie und Autor des Sankhyasutra. Ansonsten ist über ihn, seine Person nichts überliefert...

KATARIA, MADAN – LACH-GURU

Er ist der Clown unter den Yogis – quasi der Erfinder des Lach- oder Hasya Yoga. Quasi deshalb, weil es seinen Ursprung in den Selbstversuchen des Wissenschaftsjournalisten Norman Cousins hat. Aber Katarian, Arzt und Yogalehrer aus Mumbai hat die Methode entwickelt. 1955 gründete er mit seiner Frau Madhuri den ersten Lachclub – mittlerweile gibt es weltweit unglaubliche 6000. Und einen Weltlachtag am ersten Sonntag im Mai. Mehr zum Thema Lachyoga unter: we.love.yoga Yoga- Stile erklärt.

KEST, BRYAN – POWER-YOGI

Geboren 1964 in Detroit fand Kest schon mit 15 Jahren zum Yoga – und fand schon als Jugendlicher zum Ashtanga Yoga und übte bei David Williams in Hawaii, einem „alten Hasen“. Nach Station in Mysore und weiteren Studien ging es dann nach Los Angeles. Der perfekte Ort für die Gründung seines „Santa Monica Power Yoga“. Kaum zu glauben: Er unterrichtete seine Stunden auf freiwilliger Spenden-Basis. Mehr zum Thema Power Yoga gibt es hier: we.love.yoga Yoga-Stile erklärt.

KRISHNA – STAR DER AVATARE

Wörtlich heißt krishna „schwarz“ oder „dunkelblau“ und steht damit symbolisch für den unendlichen Raum des Universums. Also: Krishna ist ein Avatar und die achte Inkarnation Vishnus auf der Erde. Er ist der wohl bekannteste Gott in Indien. Unter anderem unterweist er den Kämpfer Arjuna in der Bhagavadgita und tritt in mehreren Puranas (= alte Erzählungen wie Mythen, Legenden oder Gedanken) auf.

KRISHNA, GOPI – KUNDALINI-EXPERTE

Der Inder Gopi Krishna lebte von 1903 – 1984 und erfuhr durch seine Mediationspraxis das Erwachen der Kundalini – seine Erfahrungen teilt er in dem bekannten Buch: „Kundalini: Die evolutionäre Energie im Menschen“ und machte dieses Phänomen so im Westen bekannt.

KRISHNAMACHARYA, SRI TIRUMALAI –
DER ERSTE MODERNE OBER-YOGI

Er ist mit Sicherheit einer der bedeutendsten Yoga-Lehrer im 20. Jahrhundert – v.a. auch deshalb, weil er viele bekannte Lehrer ausbildete. Darunter: Patthabi Jois, Indra Devi, die erste weibliche Yogini, Iyengar und seinen Sohn Desikachar. In Südindien geboren wurde Krishnamacharya von seinem Vater in Yoga und indischer Philosophie unterwiesen. Dann ging es an unterschiedliche Universitäten und nach Tibet in den Himalaya, um seine Kenntnisse zu vertiefen. Zurück in Indien unterrichtete er in Mysore und in Madras (Chennai) – und wurde bald bekannt als Hatha Yoga-Lehrer, Meister der Veda-Rezitation und ayurvedischer Heiler. Er war aber auch „anders“, denn: Er war Familienvater mit sechs (!) Kindern, unterrichtete Frauen und war setzte sich gegen seine Kritiker durch – letztendlich führte dies zur „Öffnung“ des Yoga und machte es „modern“. Der Eindruck darf aber nicht täuschen – er galt durchaus als sehr streng und autoritär. Er lebte von 1888-1989.

Mehr zum Thema Krishnamacharya´s Yoga, dem Viniyoga: we.love.yoga Yoga-Stile erklärt.

KRISHNAMURTI, JIDDU –
GEPRIESEN ALS INKARNATION CHRISTI

Das Thema eines der bekanntesten Weisheitslehrer Indiens war die Freiheit des Menschen – aber ohne die Zwänge eines Systems oder Religion. Er lebte 1895 bis 1986, wurde als achter Sohn einer Brahmanen-Familie geboren und schnell von den Theosophen entdeckt, die für ihn einen Orden gründeten und: ihn als Inkarnation Christi priesen. Aber Krishnamurti „emanzipierte“ sich nach einer tiefen Erkenntnis Ende der Zwanziger Jahre und verkündete, dass die Wahrheit nicht in einem System, einer Methode oder im Nachkauen von Angelerntem zu finden sei, sondern ausschließlich in der eigenen lebendigen Erfahrung. Er bezog sich nicht auf vergangene Traditionen und alte indische Schriften, Gedankenakrobatik war nicht sein Ding, Schüler nahm er nicht an. Er war ein unabhängiger Reisender, der über die Freiheit des Menschen sprach – und das oft ziemlich provokant...

L

LIFE, DAVID – JIVAMUKTI-GRÜNDER II

David Life ist der Counterpart zu Sharon Gannon. David Life, geboren in Michigan, hat viele Jobs gehabt – vom Tellerwäscher bis zum Illustrator und Grafiker – und heute: Yoga-Lehrer, Guru, PETA- Aktivist...

M

MAHARISHI MAHESH YOGI –
Auf „Du“ mit den Beatles!

Eigentlich ist er Physiker, aber sein Lebensthema war die Transzendentale Meditation (TM), deren Grundlagen er von Swami Brahmananda Sarasvati gelernt hat. Natürlich reiste Mahesh Yogi in die USA und verbreitete die Methode und sein Wissen... Höhepunkt war allerdings der Besuch der Beatles in Rishikesh, um die Meditationstechnik kennen zu lernen. Erweitert wurde das Angebot schließlich noch durch Kurse zum Erlernen von übernatürlichen Fähigkeiten (Siddhis) und eine Ayurveda-Produktlinie. Millionen Anhänger rund um die Welt vertrauen auf die positiven Effekte und die innere Befreiung durch TM, die auch in Studien belegt zu sein scheint. Hierzu muss aber gesagt werden: Diese sind von Mahesh Yogi in Auftrag angeregt worden.

P

PARVATI – FRAU SHIVA

Parvati ist die Frau von Shiva... Und die Tochter von Himavat, dem Herrn der Schneeberge. Parvata heißt „Berg“.

PATANJALI – (FAST) UNBEKANNTER STARAUTOR

Patanjali ist der Autor des berühmten Yogasutra, einem der wichtigsten Grundlagentexte des Yoga. Entstanden ist dieser zwischen dem 2. Jahrhundert vor und dem 4. Jahrhundert nach Christus. Über Patanjali selbst ist allerdings kaum etwas bekannt... Fest steht aber, dass er in seinem Werk die bedeutenden Lehren des Yoga zusammengefasst hat und mit eigenen Elementen sicherlich bereichert hat. Bis heute ist der Text mehr als aktuell, voller kluger Gedanken und er kann ein wunderbarer Leitfaden sein... Es lohnt sich, sich mit diesem zu beschäftigen. we.love.yoga-Tipp: Eine tolle Interpretation gibt es bspw. von Ralph Skuban. Zur Info: Es gibt mehrere Persönlichkeiten mit demselben Namen, z.B. auch den Autor des Mahabhashya (bedeutender Kommentar zu einer Sanskrit-Grammatik).

R

RAMAKRISHNA, SRI –
ERKANNT ALS INKARNATION GOTTES

Mit fünf Jahren hatte der in Westbengalen geborene Ramakrishna (1836-1886) sein erstes ekstatisches Erlebnis. Wegen Kranichen... Wirklich! Ein Schwarm weißer Kraniche vor nachtschwarzem Himmel erfüllte ihn so sehr mit unsagbarer Freude, dass er ohnmächtig wurde. So begann sein Weg als einer der bekanntesten indischen Yogis des 19. Jahrhunderts. Er war Priester, Asket mit Visionen und mystischen Erfahrungen, wurde von einer brahmanischen Nonne als Inkarnation Gottes erkannt und Erfuhr die Realisation des „Absoluten Einen“, des Göttlichen oder Samadhi. Zehn Jahre vertiefte er sich in die Weltreligionen – er verstand ihre Lehren, ihre Essenzen. Das ging so weit, dass er in inneren Erfahrungen Mohammed und Christus begegnete. Was war seine Mission auf Erden? Im Grunde einfach: Er sollte den Menschen zeigen, dass eine universelle Wahrheit allen Religionen und spirituellen Wegen zugrunde liegt. Zu seinem engsten Kreis gehörte auch Swami Vivekananda, der die Botschaft des Yoga erstmals im Westen verbreitete.

S

SATYANANDA SARASVATI, PARAMAHAMSA –
BIHAR YOGA SCHOOL

Satyananda lebte von 1923 bis 2009 und war ein Schüler von Sivananda, bevor er sich emanzipierte und seinen eigenen Yoga-Weg, das Satyananda Yoga (siehe Yoga-Stile erklärt), begründete. 1963 ging daraus die renommierte Bihar School of Yoga hervor, einer Institution für Forschung und Ausbildung.

SHANKARA, SHANKARACARYA – WUNDERKIND...

..., denn schon mit zehn Jahren kannte er alle wichtigen vedischen Schriften, schrieb Kommentare und debattierte mit den bekannten Gelehrten des Landes. Er lebte zwischen 788 und 820 und war einer der großen Philosophen und Heiligen Indiens. Nach dem Tod seines Vaters entsagte er allen weltlichen Dingen und ging auf die Suche der Wahrheit. Er gründete einige Orden, die noch heute existieren. Den Kern seiner Lehre fasste er wie folgt zusammen: „Nur Brahman ist wirklich, die Welt ist Schein, das Selbst ist nichts als Brahman allein.“ Heißt: Absolute Nicht-Zweiheit ist „echt“, die Welt, ihre Vielfalt ist nur Illusion erschaffen durch unser Wachbewusstsein.

SHAYNE, CAMERON – BLACK BELT-YOGI

Cameron Shayne ist der Erfinder des Budokon-Yoga – einer Mischung aus Kampfkunst/Martial Arts und Yoga. Er gründete 2000 die Budokon University in Miami Beach und ist Philosoph, Autor, ausgebildeter Martial-Arts- und Hatha Yoga-Meister. Er unterrichtete Meg Ryan, half Charlie Sheen bei seinem Drogenentzug, choreographierte Kampfszenen in Rush Hour 1 und 2 mit Jackie Chan und Chris Tucker... Und: Natürlich trägt er den schwarzen Gürtel!

SHIVA – DER VERHEISSUNGSVOLLE

Shiva ist neben Vishnu und Brahma einer DER drei Götter. Sein Job ist: Er entfernt die Unwissenheit und bricht die Widerstände. Damit gilt er v.a. als Gott der Yogis und Asketen. Nur ein Name wäre für Shiva zu wenig – er wird auch Shankara (der Heilbringende), Nataraja (König des Tanzes) oder nach weiteren 1006 Namen genannt. Wow! Als König des Tanzes wird er übrigens oft in künstlerischen Darstellungen gezeigt und ist so vielen bekannt...

SIDDHARTHA GAUTAMA – BUDDHA

Siddhartha bedeutet „jemand, der sein Ziel erreicht hat“. Gautama ist ein Eigenname und bedeutet „Anführer der Herde“. Geboren 563 v. Chr. In Nepal und gestorben 483 v. Chr. in Indien – Buddha wurde der Begründer des Buddhismus.
Siddharta entstammte einer reichen Adelsfamilie – sein Vater war König Shuddhodana und seine Königin Mahamaya regierten in Kapilavastu (heute Nepal). Geboren wurde er in einer Vollmondnacht in Lumbini – zuvor erschien er seiner Mama in Form eines weißen Elefanten. Der Seher Asita verkündete während seiner Geburt, dass Siddhartha einmal ein großer König oder Heiliger werden würde. Suddhodhana wollte, dass sein Sohn ein großer König wurde und daher ließ er ihn nicht religiös unterweisen und verheimlichte alles menschliche Leid vor seinem Sohn.
Buddha heiratete sogar – Prinzessin Yasodhara und sie hatten einen Sohn Rahula. Die beiden lebten im Wohlstand in einem Palast. Aber: Siddharta war nicht glücklich. Mit 29 Jahren begann er, das Palastleben zu verlassen und begegnete in der Umgebung der Realität – Alter, Krankheit, Tod, Schmerz. Aller Wohlstand konnte gegen das Leid nichts ausrichten. Ergo: Buddha begann, nach einem Weg aus dem Leid zu suchen. Also verließ er seine Frau, seinen Sohn und das luxuriöse Leben und lebte als Asket, praktizierte als Schüler zweier brahmanischen Eremiten Yoga und Meditation. Doch alle Askese brachte ihn nicht weiter als nur kurz vor den Hungertod. Also ging er seinen eigenen Weg – als Bettelmönch und in Meditation.
Mit 35 Jahren saß er schließlich in einer Vollmondnacht unter einer Pappelfeige (Bodhi-Baum) – und es fiel alles von ihm ab, was Hass, Begierde, Unwissenheit war. Und schwupps: „Buddha“, der Erwachte, war da.
Und verbreite seither seine Lehren, den achtfachen Pfad von Tugend, Meditation und Weisheit – und ignorierte dabei alle Standesdünkel und Kastenordnungen. Siddhartha stirbt ca. 80ig-jährig angeblich an einer verdorbenen Pilzsuppe in einem Wald bei Kushinagar, heute im Bundesstaat Uttar Pradesh, und geht in das endgültige Nirvana ein. Natürlich nicht ohne kluge Worte: „Wohlan denn, ihr Mönche, lasst euch gesagt sein: schwinden muss jede Erscheinung, unermüdlich mögt ihr da kämpfen.“

SIVANANDA, SWAMI – „DIENE, LIEBE, GIB...

...läutere dich, meditiere und verwirkliche“ – Sivananda ist wohl einer der berühmtesten Yogis des 20. Jahrhunderts (1887–1963) und dies sein bekanntester Merkspruch. Er ist Gründer der Divine Life Society zur Verbreitung spirituellen Wissens und zur Förderung sozialer und medizinischer Einrichtungen (1939). Er ist Autor von die „Die Praxis des Yoga“ – nur das erste von 200 weiteren Büchern...
Geboren in Südindien fühlte er sich schon als kleiner Bub den Wandermönchen hingezogen. Dennoch wurde er zunächst Arzt und arbeitete lange in Malaysia. Zurück in Indien verspürte er eine so starke spirituelle Sehnsucht und gab alles auf – und wurde Wandermönch. Bis er Swami Vishvananda Sarasvati traf, der ihn zum Sannyasin weihte und in einen Orden aufnahm. Sein Ziel war es, seine Schüler in einem einfachen Leben mit Gebet, Gesang und Yoga-Übungen zu unterweisen... Überraschend: Er selbst war nie in Europa oder Amerika, auch wenn er viele Anhänger dort hatte. Dies übernahm Swami Vishnudevananda, der mehrere Yoga-Vedanta- Zentren in Amerika und Europa gründete.

SRI UND SWAMI – HÖFLICHKEIT UND EHRENTITEL

Sri ist eine Höflichkeitsbekundung. Man erwähnt sie als Teil des Namens, wenn sie in der Öffentlichkeit als Bestandteil des Namens wahrgenommen wird – quasi wie ein Markenzeichen. Swami ist ein Ehrentitel so wie auch Guru, Acharya, Paramahamsa oder Pandit. Dieser kann ebenso als „normaler“ Name verwendet werden, wenn Personen unter diesem Namen bekannt geworden sind.

U

URLA, JONATAHN – YOGILATES-ERFINDER

Jonathan Urla ist der Erfinder der Mischung aus Yoga und Pilates – Yogilates (1997). Er ist eigentlich Tänzer und Choreograph und seit 1988 Personal Trainer.

V

VISHNUDEVANANDA, SWAMI – SCHÜLER SIVANANDAS

Er ist sicherlich der bekannteste Schüler von Swami Sivananda und lebte von 1927 bis 1993 – mit 20 Jahren wurde der Südinder Mönch in Sivanandas Ashram. Er wurde von Sivananda in den Westen geschickt und gründete zahlreiche Sivananda Yoga Vendanta Zentren. Im Jahr 1969 kam dann noch eine zertifizierte Yogalehrer-Ausbildung hinzu, die weltweit Tausende absolviert haben...

VIVEKANANDA, SWAMI – GO WEST!

Vivekananda (1863-1902), bedeutender Schüler Ramakrishnas, brachte als erster die Lehren des Yoga in den Westen.
Er galt als hochbegabtes Kind mit einmaligem Gedächtnis – aber die spirituelle Sehnsucht führte ihn zu Ramakrishna und nicht in die „klassische“ Karriere... Nach Ramakrishnas Tod gründete er mit weiteren Mönchskollegen den Ramakrishna-Orden, der dann zur Ramakrishna-Mission wurde und entsagte allem Weltlichen. Seinen „Durchbruch“ als Spiritueller hatte er 1893 als er in Chicago auf einem Kongress, dem Parlament der Religionen, ein mitreißendes Plädoyer für die Einheit und Toleranz der Religionen. Seitdem verbrachte er immer wieder viel Zeit im Westen – in Amerika und auch in Europa, z.B. der Schweiz oder auch Deutschland. Bis zum Schluss setzte er sich für die humanitäre Arbeit ein, v.a. auch in seinem Heimatland, predigte Nächstenliebe und Hilfe für die Armen und Kastenlosen.

VISHNU – DER BEWAHRER

Einer des Hindu-Dreigestirns – neben Shiva und Brahma. Er ist der, der oft mit vier Armen dargestellt wird – als Zeichen seiner Allmacht. Seine Aufgabe ist vor allem das Erhalten von Welt und Universum. Er bringt den Lauf der Erde voran und unterstützt beim Kampf gegen das Böse... Dazu inkarniert er sich zehnmal als Avatar auf der Erde. Zum Beispiel als Fisch, Schildkröte, Eber, Löwenmensch, Zwerg. Verheiratet ist er übrigens mit Lakshmi.

Y

Z

YOGANANDA, PARAMAHANSA –
AUTOBIOGRAPHIE EINES YOGI

Yogananda lebte von 1893 bis 1952 und wurde v.a. bekannt durch die „Autobiographie eines Yogi“. Schon als Kind, seine Eltern waren Schüler des Kriya-Yoga, wurde Yoga zu einem zentralen Aspekt in seinem Leben. Der Guru der Eltern prophezeite, dass er als Yogi viele Seelen in das Reich Gottes führen würde...
1917 gründete er sein erstes Yoga-Zentrum in Ranchi. Und auch ihn zog es dann in den Westen – wie so viele nach ihm in die USA zu einem Yoga-Kongress. Bevor es losegehen sollte und er quasi schon auf gepackten Koffern saß, erschien ihm Mahavatar Babaji (Urvater des Kriya Yoga) und erklärte, dass er erwählt worden sei, um die Botschaft des Kriya Yoga in den Westen zu tragen. Gesagt, getan. Erst ging es durch Amerika, dann in den 30iger Jahren auch nach Europa. Es entstanden Ashrams und Zentren in Los Angeles, Encinitas und auch in Europa. Er verließ seinen Körper 1952 auf besondere Weise: im Rahmen einer Veranstaltung für den indischen Botschafter pries er in seiner bewegenden Rede die Schönheit und spirituelle Bedeutung seiner Heimat Indien, richtete seinen Blick nach Innen und sank zu Boden... Seine Hülle blieb nachgewiesenermaßen für 21 Tage unversehrt und wies keine Spuren von Verwesung auf. Es gab keinen direkten Nachfolger in der Guru-Linie, da Yogananda niemanden ernannt hatte, aber die Lehren des Kriya Yoga wurden durch die ausgebildeten Lehrer und maßgeblich auch durch Donald Walters (Swami Kriyananda), der die Ananda Villages (spirituelle Gemeinschaften) gegründet hatte, weiter verbreitet und lebendig erhalten.

YOGI BAHJAN – MARKENZEICHEN: WEISSER TURBAN

Eigentlich heißt er Harbhajan Singh Puri oder auch Harbhajan Singh Khalsa Yogiji. Als Arztsohn hineingeboren in die Gemeinschaft der Sikhs interessierte er sich schon früh für Yoga, Heilkunde und Spiritualität und besuchte Ashrams, reiste und lernte. Und wurde schließlich schon mit 16 Jahren zum Meister des Kundalini-Yoga ernannt. Aber: Er studierte Wirtschaftswissenschaften und ging zunächst in den indischen Staatsdienst. Aber auch ihn rief die weite Welt – genauer gesagt ein Vortrag über Yoga in Toronto – und so zog er Ende der 60iger Jahre gen Westen. Von dort ging es nach Los Angeles, wo er er die 3HO-Foundation gründete – happy, healthy, holy war und ist das Motto der Organisation, die für eine Mischung aus Sikh-Religion und Kundalini Yoga steht. Mit durchschlagendem Erfolg: Mehr als 300 Zentren in 35 Ländern erschuf der auch durchaus erfolgreiche Geschäftsmann... Und: der klassische Yogi-Tee stammt im Originalrezept von Yogi Bahjan, der die ayurvedische Teemischung nach Europa brachte!

ZINK, PAULIE – KUNG FU!

Als Teenager lernte er Kung Fu – und war nicht unerfolgreich dabei... In den 70igern lernte er dann das klassische Hatha Yoga kennen und begann sich mit der Synthese aus Hatha und Tao Yoga zu beschäftigen. Ganz im Gegenteil zu den in den Achtzigern gerade populär werdenden anstrengenden und dynamischen Yogastilen wie bspw. Ashtanga Yoga oder Power Yoga, entwickelte Paulie Zink sein Yin Yoga. Eine sehr schöne, sanfte Yogarichtung... Mehr zum Thema Yin Yoga findet ihr unter: we.love.yoga Yoga-Stile erklärt.
*Mit großer Hilfe von Wilfried Huchzermeyer und seinem „Yoga-Lexikon“, der an vielen Stellen (re-)zitiert wird. Natürlich ist dieses nur ein ganz winziges Atomteilchen...