Starter-Infos - Die Erste Yoga Stunde

Was Erwartest Du?

Möchtest Du Entspannung, mäßige körperliche Anstrengung oder richtig schwitzen? Möchtest Du individuelle Betreuung oder lieber Fitnessstudio-Atmosphäre? Yoga hat so viele Facetten – überlege Dir, welcher Yoga-Stil der richtige sein könnte – dabei kann Dir der we.love.yoga Guide „Yoga-Stile erklärt“ helfen. Dann wähle die Studios oder Lehrer, die Dir auf den ersten Blick zusagen. Das Bauchgefühl ist meist ein ganz guter Wegweiser. In der Regel Schnupperstunden angeboten, bei denen Du ausprobieren kannst, ob Dir das Gewählte liegt und gefällt. Oder vielleicht kannst Du auch von einer we.love.yoga-Sonderaktion profitieren. Habe auch keine Scheu mehrere Studios und Lehrer zu „testen“!
Bequeme Kleidung – letztendlich mit ‚ohne’ Socken
Ganz wichtig: Du musst Dich wohlfühlen – gemütliche Leggins oder eine bequeme Hose mit Stretch sind ideal. Am Besten ohne Taschen oder Nieten, denn diese könnten bei manchen Übungen zwicken. Als Oberteil einfach ein Tanktop oder ein Shirt – auch hier gilt: bequem und mit Bewegungsfreiheit. Ich finde es immer gut, wenn die Hosen etwas höher geschnitten sind und die Shirts etwas anliegen, damit nichts verrutscht. Das kann nämlich unangenehm sein, wenn man dauernd sein Shirt runter- und die Hose wieder hochziehen muss... Für den Beginn der Stunde und die Endentspannung kannst Du Dir ein Jäckchen oder einen Hoodie mitnehmen, ebenso ist hier dann auch okay Socken zu tragen. Diese sollten aber mit Beginn der Übungsreihe ausgezogen werden, denn traditionell wird Yoga barfuß geübt. Außerdem hast Du so auch einen besseren Halt auf der Matte.
Matte, Block und Gurt...?
In der Regel ist das komplette Zubehör in den Studios vorhanden. Wenn Du regelmäßig übst, lohnt sich aber die Anschaffung einer eigenen Matte. Wichtig ist, dass diese nicht zu dünn ist und einen guten Halt bietet. Toll ist es, wenn die Matte zudem aus geprüfter und ökologischer Herstellung stammt.
Trinken erlaubt...?
In der Regel solltest Du während einer Yoga-Stunde nicht trinken, denn der Körper kühlt durch ein Getränk ab und schließlich dienen die Übungen ja der Körpererwärmung. Ausgenommen ist Bikram Yoga (Yoga bei 38°C) – hier ist trinken erlaubt. Vor und nach einer Yogastunde tut ein leckerer Kräutertee aber richtig gut.
...und wie ist das mit dem Essen?
Mindestens eine Stunde vor der Yoga-Einheit sollte nichts gegessen werden. Es empfiehlt sich zudem eine leichte Mahlzeit, die nicht belastet. Das ist wirklich wichtig, denn: Ich habe es ausprobiert mit einer Portion Pasta im Bauch eine Yoga-Stunde zu machen – glaub mir, man versucht es nur einmal. Kommst Du vor der Stunde nicht frühzeitig zum Essen, liefern z.B. ein paar Datteln oder Nüsse Energie ohne zu belasten und ohne Dich bei den Übungen zu „stören“.
Bitte keine Angst vorm Oooooommmm...!
Das „Om“-chanten gehört in den meisten Yogastunden dazu – zu Beginn und zum Ende wird dreimal das „Om“ getönt. Du musst nicht einsteigen, wenn Du nicht möchtest. Lass Dich dann einfach darauf ein und höre zu. Vielleicht kannst Du Dich nach einer Zeit, damit anfreunden und selbst mitmachen. Es kann ganz wunderbar sein und erzeugt eine sehr schöne Energie. Manche Lehrer singen zudem noch ein Mantra – hier gilt dasselbe. Du entscheidest, ob und wenn ja, wann Du mitmachen möchtest. Aber ganz ehrlich: Manchmal muss man auch etwas schmunzeln, wenn auf der Nachbarmatte ganz besonders schief getönt wird... Aber: Es gehört dazu und ist völlig ok. Nicht jeder trifft den richtigen Ton, aber darum geht es auch gar nicht...

Während der ersten Yoga Stunde

Hallo, Meine Zeit!
Versuche, Dich einzulassen. Beobachte und spüre Deinen Körper. Versuche mit den Gedanken auf der Matte zu bleiben. Atme bewusst, tief und entspannt. Das hört sich vielleicht etwas klischeehaft und abgedroschen an, aber letztendlich lohnt es, sich die Zeit zu nehmen und in sich hinein zu spüren, um den Alltag mit allem Stress und Trubel vor der Studio-Türe zu lassen. Er kommt schnell genug zurück – glaube mir, er wartet auf Dich. Sei aber auch geduldig mit Dir. Es ist sehr schwer, die eigenen Gedanken zu fokussieren und immer wieder sanft auf die Matte zurückzuholen, den Atem bewusst zu beobachten. Es bedarf auch einiger Übung, aber es klappt nach und nach immer besser.
Vergiss den Leistungsdruck
Ganz wichtig: Wenn Du Dich in einer Haltung nicht gut fühlst, etwas schmerzt, der Atem blockiert oder „gepresst“ ist – bitte, bitte nichts erzwingen. Yoga ist kein Leistungssport. Höher, schneller, weiter spielt auf der Matte keine Rolle. Auch Vergleiche mit der Mattennachbarin oder dem Mattennachbar sind nicht angesagt. Es gibt für jede Übung Abwandlungen und leichtere Varianten, die einen sanft heranführen. Bitte bleibe authentisch und tu Dir nicht weh... Und: Bitte lass Dir nichts anderes einreden. Eine Yoga-Stunde ist Deine Zeit, ist Zeit für die Beziehung zwischen Dir und Deinem Körper. Ein guter Lehrer geht individuell auf die körperlichen Eigenschaften und Beweglichkeit des einzelnen Schülers ein – daher sollten die Klassen, vor allem am Anfang nicht allzu groß sein.

Nach der ersten Yoga Stunde

Was ist Passiert? 
Fließt der Atem tiefer und entspannter? Haben sich Verspannungen gelöst? Wie fühlen sich die Muskeln an? Bist Du angestrengt? Oder erfrischt? Oder beides? Jede Yoga-Stunde wird vielleicht etwas anderes hervorbringen – und alles ist völlig in Ordnung. Es geht darum, bewusst wahrzunehmen und zu spüren, zu was die Yoga-Stunde geführt hat. Der Yoga-Weg wird zu einer Entwicklung führen: Wenn Du gar nichts ändern willst, beginne nicht mit Yoga... Nach einiger Zeit wirst Du vielleicht eine Veränderung wahrnehmen – vielleicht eine körperliche, vielleicht eine geistige. Vielleicht wird Dein Körper straffer, Dein Geist ruhiger, gelassener, beweglicher...? Vielleicht schläfst Du besser, vielleicht sitzt Du aufrechter, vielleicht lachst Du mehr...? Und vielleicht werden die Rücken- und Nackenschmerzen auch weniger...
Und wenn die erste Stunde doof war?
Auch das kann natürlich passieren – das war so gar nicht Dein Ding. Vielleicht zu viel Spirituelles? Zu viel Ooooom? Oder zu wenig? Zu viel Sport und Schweiß statt sanfter Dehnung? Statt die Matte direkt wieder in die Ecke zu stellen, probiere eine andere Richtung, ein anderes Studio, einen anderen Lehrer... Es lohnt sich, dran zu bleiben und Yoga zu entdecken. Und wenn es am Ende zehn Probestunden waren...