Hey Janosch - Erklär doch mal!

Manchmal kommt man in seiner Praxis nicht weiter. Oder eine Frage bleibt irgendwie unbeantwortet. Jetzt nicht mehr:

Frag Janosch

Unser Erklärbär Janosch –
ihr findet alle Infos zu ihm in seinem Profil – er beantwortet jederzeit
Eure Fragen rund um das Thema Yoga! Also fordert ihn ruhig etwas heraus und
schickt eure Fragen über das Formular weiter unten...
Aber eines müssen wir noch loswerden: Wir empfehlen immer, dass Ihr Euch auch einen
kompetenten Lehrer sucht, der Euch begleitet. Es besteht immer eine gewisse
Verletzungsgefahr beim Yoga – also bitte seid vorsichtig. Wir können immer nur
recht allgemein antworten und auch keine Haftung übernehmen.
Zu den bisherigen Fragen!
Namaste!
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Zögert nicht sie mir hier zu stellen...
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Janosch

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Bisherige Fragen...

Ab wann kann ich zu Hause üben?

Sabrina aus München
„Am besten sofort. Es muss anfangs gar nicht viel sein. Wenn man seinen ersten Sonnengruß gelernt hat, kann man gleich versuchen, eine morgendliche Routine aufzubauen. Wichtig ist, dass man sich seine Ziele nicht
zu hoch steckt.

In jedem Fall helfen kleine Rituale: Kerzen an, Wasser,
Espresso oder Tee trinken, Zähne putzen und dann einfach mal auf die Matte stellen. Fünf Minuten mit geschlossenen Augen tief und gleichmäßig atmend auf der Yogamatte zu stehen ist auch schon eine Praxis. Wenn man dann schon mal steht, dann kann beginnen, den Sonnengruß, getragen von der Atmung, zu üben.
Einmal ist kein Mal. Wenn Du also schon dabei bist, kannst Du gleich probieren, ob die nächste Runde leichter geht. Und dann die übernächste, aber an die denkst Du hier noch gar nicht. Hör Dir zu. Wie atmest Du? Wenn Du unruhig atmest, forderst Du zu viel von Dir. Mach es Dir nicht unnötig schwer. Es soll Dir ja gut tun.

Wenn Du ein paar Runden den Sonnengruß geübt hast, dann kannst Du im Schneidersitz noch für ein paar tiefe Atemzüge sitzen, diese zählen und anschließend entspannt mit geschlossenen Augen auf dem Rücken liegend die Entspannung in Savasana genießen.“

Warum finde ich den "Hund" anstrengend?

Mia aus Kassel
Oh, das geht nicht nur Dir so... Mit unserem sitzenden
Lifestyle ist der Hund für so ziemlich jeden auf irgendeine Weise anstrengend.
Dem einen fehlt die Offenheit der gesamten Körperrückseite, dem anderen die Kraft und dann ist da ja noch die innere Aufrichtung durch die Atmung, auch
„Bandha“ genannt.

Der herabschauende Hund ist vom Oberkörper aus gesehen wie ein Handstand (nur der Winkel der Handgelenke ist anders) und von der Gesamtstruktur aus gesehen eine Vorwärtsbeuge. Wir bewegen uns technisch in der Welt der Gelenkachsen, Rotationen und Gegenrotationen – ein komplexes Thema!

Oft ist zu Beobachten, dass Übende in den Beinen nicht genug geerdet sind und zu viel Last in den Schultern hängt. Die Hände sind fest auf der Matte und der Rücken
lang und gerade. Die Länge im Rumpf entsteht auch durch die Atmung und dadurch entsteht auch die Kontrolle des Unterbauchs. Der Nabel wird nämlich „eingezogen“.

Um zu lernen den Hund sauber auszuführen, ist es
empfehlenswert sich „hands-on“ von einem Lehrer helfen zu lassen.“

Beim „herabschauenden Hund“ komme ich nicht
mit den Fersen auf den Boden. Was tun?

Melanie aus Neu-Ulm
Die Fersen kommen vielleicht irgendwann auf den Boden. Aber das ist gar nicht so wichtig, sondern eher eine Äußerlichkeit. Wichtiger ist mir ein gerader Rücken, ausgerichtete Schultern und eine ruhige gleichmäßige
Atmung. Die Art und Weise, wie man seine Praxis angeht, nämlich mit bewusster Atmung und Konzentration wird langfristig zu „guten“ Resultaten führen.

Man wird im Unterricht immer Yogis sehen, die stärker und beweglicher als man selber sind. Durch regelmäßiges Üben wird es aber irgendwann möglich werden, in den vollen Ausdruck von Haltungen zu kommen, die einem anfänglich schwer fallen. Man ist eben immer da, wo man gerade ist. Und nirgendwo
anders. Also kann man auch nur von dort anfangen und diesen individuellen Yoga-Weg für sich selber beschreiten. Alles kommt zu seiner Zeit...

Wie finde ich in meinen Atemrhythmus? Ich finde das echt schwer...

Timo aus Stuttgart
Die Atmung ist der Motor einer jeden Yogapraxis. Ein Motor muss rund laufen, ohne zwischendrin zu stocken. Ich persönlich stehe zwar nicht auf Musik während des Unterrichts, aber es hilft mir sehr in meiner eigenen
Praxis, aber auch im Unterricht einen „Trommel-Loop“ laufen zu lassen. Dieser Loop gibt jedem Atemzug vier Sekunden und dient damit der Praxis wie ein
Metronom. Dadurch merkt man, an welchen Stellen man schummelt und man kann sich während des Übens immer wieder neu fokussieren. Ich benutze immer den folgenden Trommel-Loop: http://learntofloat.com/

 Wichtig ist, dass man nur in der Intensität übt, die auch
wirklich zu einem selber passt. Es gibt die allgemeine Form und die Tagesform. Wenn wir die Atmung als Motor nehmen, kann die Bewegung getragen werden. Wenn
wir aber einem bestimmten Idealbild einer Bewegung oder Haltung nachhängen, wird als erstes der Atem stocken.

Sicherlich ist es absolut sinnvoll eine sitzende Atempraxis
oder Pranayama zu integrieren, um außerhalb der Asana-Praxis eine Gefühl für die subtilen inneren Dynamiken der Atmung zu bekommen.

Macht es nicht mehr Sinn, durch den Mund zu atmen,
da ich so doch viel mehr Luft bekomme?

Pia aus Augsburg
Yoga soll langsam sein.
Durch eine konzentrierte Nasenatmung verpuffen wir weniger Energie nach außen. Die Atemwege trocknen dabei nicht aus. Durch Nasenatmung mit einem leichten
Rauschen kurz unterhalb des Kehlkopfes lässt sich die Aufmerksamkeit leichter auf die Dynamik des Atems lenken. Diese Dynamik spielt sich hauptsächlich kurz
unterhalb des Bauchnabels ab. Wenn wir uns auf diesen Punkt konzentrieren, sind wir während der Übung mehr bei uns. Zusätzlich wird durch gezielte Lenkung der
Atmung entlang der Körperachse der Körper stabilisiert und aufgerichtet – auch „Bandha“. Genannt. Von hier aus entsteht alles „Alignment“, also die Ausrichtung.

Muss ich mich eigentlich vor dem Yoga aufwärmen?

Hanna aus Leipzig
„In vielen Fällen kann es absolut sinnvoll sein, vor der
eigentlichen Asana-Praxis vorbereitende Übungen zu machen. Bei bestehenden Beschwerden gibt es z.B. therapeutische Mobilisationsübungen, die zur Heilung
betragen können.

Wenn man durch die Übungen schmerzen bekommt, hilft es sehr, sich von einem kompetenten Lehrer Tipps geben zu lassen. Oftmals liegt der Hund in nur einem kleinen Detail in der Ausführung begraben.

Man kann sich beispielsweise mit Tennisbällen die Fußsohle massieren (oder „auf schlau“ auch „Plantarfaszie“ genannt). Dies verbessert das
Gefühl im Bodenkontakt und öffnet Vorwärtsbeugen. Ich persönlich stehe sehr auf Atemübungen vor der Asana-Praxis. Der Fokus wird dadurch automatisch ein
anderer und man lässt den eigentlichen Motor der Körperübungen – nämlich den Atem – warmlaufen.

Man sollte sich aber in keinem Fall in „vorbereitenden“
Übungen verlieren. Denn: „The practice is the practice“ – irgendwann muss man damit anfangen. Und es geht bei dieser ganzen Geschichte schließlich nicht um
Performance, sondern um die Wahrnehmung, was gerade in jedem Moment passiert.

Gibt es einen Trick für den Kopfstand?

Stefan aus Ulm
Wenn man den Kopfstand üben will braucht man etwas Mut und Geduld – und am Anfang vielleicht auch eine Wand. Oder gute Freunde. Und auf jeden Fall einen Lehrer. Denn ein wachsames Auge ist gerade am Anfang wichtig.

Es ist aber dringend zu empfehlen, dass man nicht versucht, die Beine „hoch zu springen“. Besser und einfacher ist ein statisches, langsames nach oben kommen von beiden Beinen gleichzeitig. Im Vorfeld sollte
man ein paar Mal den guten alten Purzelbaum üben. Das nimmt nämlich die Angst vor dem Fallen. Spielerisch ist nämlich der Schlüssel – neben einer guten Technik.  

Technisch ist der Aufbau des Fundaments aus Unterarmen und Handkanten maßgeblich, da sie das meiste Gewicht tragen müssen und nicht der Kopf selber. Zur Positionierung der Arme greife ich mit dem Handteller
meinen Ellbogen als Maß. Der Ellbogen passt in den Handteller wie in eine Fassung. So bekommt man eine
kompakte und solide Basis, weil die Ellbogen direkt in der Kraftlinie mit den Schultern sind.

Bei der Positionierung des Nackens ist darauf zu achten,
dass dieser schön lang bleibt, um sich beim Üben nicht weh zu tun. Dann „trippelt“ man langsam mit den Füßen nach vorne und – tataaa – die Beine heben sich langsam vom Boden ab.

Woran erkenne ich eine gute Yogamatte?

Margarita aus Minden
Es kommt natürlich auf die eigene Übungsweise an.
Beispielsweise eignet sich Lammfell nicht für dynamisches Yoga. Dafür aber eine „Sticky Mat“, die am besten griffig, aus unbedenklichen Materialen und langlebig ist. Es lohnt sich hier auf jeden Fall etwas mehr zu investieren, wenn man merkt, dass man Yoga üben möchte.
Meine erste 15 Euro-Matte war nach ein paar Monaten nicht mehr so ansehnlich. Meine dickere, robustere 60 Euro-Matte hingegen hat mich bis jetzt überall hin mitbegleitet und wird wohl auch nochmal weitere 5 Jahre halten. Abgesehen von längerer Haltbarkeit produziert man auch einfach weniger Müll, wenn man sich direkt eine gute Matte zulegt.
Wenn man viel schwitzt, oder doch eine etwas natürlichere Haptik möchte, der kauft am besten einen Baumwoll-Teppich – einen so genannten „Mysore Rug“ – den man über die eigentliche Matte legen kann und
gerade an heißen Tagen und bei starkem Schwitzen Gold wert ist.

Hast Du einen Tipp gegen Rückenschmerzen...?

Suse aus Memmingen
Da ich bin kein Arzt bin und auch das individuelle Beschwerdebild nicht kenne, kann bzw. möchte ich
keine individuellen Ratschläge geben. Es ist grundsätzlich bei Beschwerden abzuklären, wie Yoga geübt werden kann und soll. Bitte keine Experimente auf Kosten
der eigenen Gesundheit.
Aber es hilft grundsätzlich immer, es nicht zu übertreiben.
Lieber konstant auf 80% fahren, als sich bei 100% auszubrennen. Grundsätzlich kann man Schmerzen im unteren Rücken durch Stabilität in der Körpermitte, die
durch Atmung erzeugt wird, entgegenwirken. Kurz und simpel ausgedrückt: Der Unterbauch muss drinnen bleiben. Dabei ist es hilfreich, einen qualifizierten Lehrer zu finden, der sich anatomisch mit dem individuellen Problem auskennt und dazu viel Wert auf die innere Dynamik der Atmung legt. Wenn die Atmung als Orientierung genommen wird und man es so schafft, nur in der Intensität zu üben, die gerade richtig ist und in der nicht gepresst wird, sondern der Atem frei fließen kann,
dann wird sich der Körper nach einer Yogapraxis immer sehr gut anfühlen – und der Geist wird erfrischt sein.

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