Yoga in Style? Warum das sein darf!

Was spricht denn bitte gegen bunte Yoga-Leggings? Diese hier ist von Arctic Flamingo.

In letzter Zeit begegnet mir immer wieder hartnäckig das Vorurteil, dass wer sich auf der Matte "hip" oder "schick" kleidet, es mit Yoga nicht so ernst nehmen kann und auch nur auf den "Yoga-Lifestyle"-Zug aufgesprungen ist. Echt jetzt? Dann stelle ich die Frage mal andersrum und durchaus etwas provokativ: Macht es einen "besseren" Yogi aus mir, wenn ich mit einer "Pummelhose" auf die Matte gehe?

Leute, das ist doch schade! Und doch auch etwas absurd, oder?

Und es hat so gar nichts mit Yoga an sich zu tun. Es ist doch außerdem völlig egal! Muss man Yogakleidung wirklich so heiß diskutieren? Die Yogawelt ist so bunt - Stile, Studios, Lehrer und neuerdings auch Mode. Das ist doch toll, eine Bereicherung. Jeder darf doch sein, wie er ist - gerade auf der Yogamatte! Und Verurteilungen, egal in welche Richtung sollten wirklich keinen Raum bekommen... Wie oft höre ich in Yogakreisen die Worte Liebe und Mitgefühl, Akzeptanz und Reflexion, Achtsamkeit und Gewaltlosigkeit, Gelassenheit - aber wieso hören all diese so wichtigen Werte ausgerechnet bei Äußerlichkeiten wie der Yogamode auf?

Jeder darf tragen, in was er sich wohl fühlt - und sich bitte auf keinen Fall unter Druck setzen lassen. Ich stehe manchmal in meiner ausgewaschenen no name Lieblings-Knuddelhose auf der Matte, manchmal in meiner Paradiesvogel-Leggings von Arctic Flamingo, mal ist mir nach einem bequemen Jumsuit von Yoiqi und manchmal auch nach Metallic-Look von Fittasticgirls.

Ich genieße es, dass Abwechslung im Spiel ist! Und das hat nichts mit meinem Ego zu tun, sondern mit wohl fühlen. Es darf sein, dass ich mich auf für die Yogastunde "hübsch" mache - wenn mir danach ist! Und wenn nicht, dann eben nicht. So einfach, oder? 

Und ich bin meilenweit davon entfernt Yogakleidung anzuhäufen - ein paar Teile, hochwertig und nachhaltig und in denen ich mich während meiner Praxis wohl fühle. Wir sind weit entfernt von "Aparigraha" - dem Anhäufen oder Festhalten von Dingen. Und ein "Outfit" ist natürlich auch immer Ausdruck meiner Persönlichkeit und Stimmung. Zu mir würden Batik-Hosen einfach gar nicht passen. Das bin nicht ich und das wäre damit auch nicht authentisch. Und Satya, Authentizität und Ehrlichkeit, ist eines der Yamas, genau wie Aparigraha.

Und manchmal darf es auch ganz schlicht sein - Jumpsuit von Yoiqi.

Also mein Plädoyer ist ganz einfach: Erfreut Euch an der Vielfalt und beurteilt sie nicht. Im Yoga wie im echten Leben!

Und:

  • Sei der, der Du bist.
  • Vergleiche nicht.
  • Nimm Dich selbst nicht zu ernst.
  • Hab Spaß auf der Matte.
  • Finde zu Dir.
  • Sei mutig.

Wenn ihr Lust habt, noch mehr über das Thema was ist "yogisch" oder "unyogisch" zu erfahren, dann haben wir hier einen Beitrag für Euch. Oder zu unserer Einstellung zu dem Wahnsinn der Textilindustrie? - ein spannendes Interview mit zwei Upcycling-Expertinnen von Dzaino.

Enjoy!