Lebe, Liebe, Lache!

Die we.love.yoga-Inspirations- und Glückshappen!

Wie es dazu kam, dass heute 250 Millionen Menschen Yoga üben

 

Wir haben uns gefragt, wie ist es eigentlich zu dieser Yoga-Massenbewegung gekommen? 

Dabei sind wir auf diesen super Kurzfilm aufmerksam geworden - das beste sind die übrigens die Bilder und Video-Einspieler aus dem 70ern! ;-)

Aber vorher beantworten wir natürlich noch die Frage, die wir in den Raum geworfen haben - wie ist diese mehr als 5000 Jahre alte indische Tradition zu uns gekommen? Eigentlich ging es im Yoga früher um die Meditation. Stundenlang konnten und können Yogis im Lotussitz meditieren und sich voll und ganz auf das Innere konzentrieren und sich mit diesem verbinden - mit dem Ziel der "Erleuchtung".

Dann kamen die englischen Kolonialmächte nach Indien - und trafen auf die indischen Yogis und ihre Mediationspraktiken. Natürlich war dies den Engländern mehr als suspekt - viel zu exotisch! Und so haben dann auch die Inder quasi aus der Not eine Tugend gemacht und sich selbst als Attraktion dargeboten...

Erst Ende des 18. Jahrhunderts änderte sich das Bild langsam und vor allem die Intellektuellen entdeckten Yoga und die östlichen Religionen als uralte Weisheiten. Die Anhängerschaft wuchs. Nicht zuletzt auch durch Hermann Hesse, der von Ceylon begeistert war und seine große Leserschaft mit dieser ansteckte. Immer mehr Intellektuelle reisten nach Indien - nicht selten um Sanskrit zu studieren.

Und dann kamen sie 20iger Jahre und Boris Sacharow, der Schüler des Philosophen Krishnamurti und auch von Sivananda war. Er eröffnete 1921 in der Humboldt-Straße in Berlin seine Yogaschule - die wohl erste in Deutschland und vielleicht auch in Europa. Damals nannte er Yoga „indische Körperertüchtigung“. Herrlich, oder? Er war es auch, der die bekannten Gymnastik-Einflüsse dazumixte.

So kam es auch dazu, dass die Gymnastik-Einflüsse aus dem Westen das indische Yoga beeinflussten.

Seit den 50igern verbinden wir Yoga mit den Themen "Innenschau", "Entspannung", "Rückzug von der Hektik", usw. denn man erkennt, wie wichtig es ist, innere Ruhe zu finden und inneren Frieden zu kultivieren. Damit "schafft" es das Yoga auch immer weiter aus der "Eso"-Ecke. Die ersten Yogaschulen entstehen in ganz Deutschland. Und was ich ganz besonders klasse finde: Es übten damals genauso viele Männer wie Frauen Yoga!

In den 70igern kam dann der echte Aufschwung! Yoga schaffte es dann 1973 erstmals ins deutsche Fernsehen und wurde bekannt dafür, dass es die psychische und physische Gesundheit fördert. Erste Studien belegten dies eindrucksvoll. Gleichzeitig wird es mit dem Fitness- und Gymnastik-Hype immer mehr zur Sportart und effektive Hilfe bei Rückenschmerzen, Bluthochdruck usw.

Yoga auf dem Times Square in NYC

Ja, und heute? Yoga ist populärer denn je - in allen Farben und Formen und rund um den Globus. 250 Millionen Menschen praktizieren regelmäßig. Auf dem Times Square in News York oder im Studio ihrer Wahl... Wir ommmen uns durch den Alltag und tun uns und unseren gestressten Körpern und Köpfen mit Yoga-Einheiten etwas Gutes - das ist doch toll, oder? Und manch einer findet auf der Matte noch viel mehr - was auch immer das sein mag. Und ich bin überzeugt, dass jeder Übende die Welt ein kleines bißchen besser macht.

Was auch immer - habt Spaß auf der Matte!