Der Welt fehlt Weisheit! Oder: hier kommt EVA 2

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Weise werden...

Davon ausgehend, das jede Einwirkungen Von Aussen auch etwas in unserem Inneren auslöst stellt sich fast zwangsläufig die Frage, wie wir am besten mit solchen Situationen und Problemen umgehen sollten? Die von mir favorisierte Antwort lautet - wir benötigen die Tugend, welche die alten Griechen als Sophia bezeichneten – wir brauchen Weisheit!

Doch was bedeutet das überhaupt? Worin und wodurch zeigt sich eine weise Art des Handelns? Zum einen mit Sicherheit durch die Fähigkeit unvoreingenommen an Problemstellungen heranzugehen, diese offen zu hinterfragen und sich dann im eigenen Handeln nicht von anderen lenken und instrumentalisieren zu lassen, also authentisch zu bleiben. 

Des weiteren bedeutet Weisheit die eigenen Werte nicht auf andere zu übertragen, sondern sie immer zu relativieren. Vielleicht werden jetzt manche von Euch fragen wo die Schwierigkeit darin liegen solle? Na ja, ihr solltet bei aller vermeintlichen Einfachheit bedenken, dass neben Franz von Assisi, dem amerikanischen Theologen Reinhold Niebuhr und sogar schon den Sioux folgendes Gebet zugeschrieben wird: “Gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“ 

Wenn wir also bedenken, über welche Zeiträume und geographischen Dimensionen wir hier sprechen wird sehr schnell klar, dass weise zu handeln alles andere als einfach ist.

Aber ist es überhaupt ein erstrebenswerter Zustand und was soll das ganze Tugendgedöns überhaupt bringen?

Ich glaube diese Frage kann in einen individuellen und einen übergeordneten Aspekt aufgeteilt werden. Für uns persönlich wären wir dadurch in der Lage zu unterscheiden, welche Gedanken und Handlungen zu echtem Glück führen und welche es zerstören. Wir würden befähigt, unseren Blick gezielter auf’s Wesentliche zu lenken und könnten dadurch unseren Alltag leichter bewältigen.

Da in unserer Welt materielle Güter leider immer noch höher bewertet werden als die Fähigkeit, Güte und Mitgefühl zu empfinden und zu zeigen, scheint es der Menschheit als Ganzem an Weisheit zu fehlen, unsere globalen Probleme anzugehen und sich des Mensch-Seins bewusst zu werden. Durch weiseres Handeln könnte somit jeder ein kleines Stück dazu beitragen unseren Planeten ein bisschen zu verbessern und lebenswerter zu gestalten. Wem das als eine erstrebenswerter Fähigkeit, ein erstrebenswerter Zustand erscheint, liest bitte in den nächsten Blogs weiter, wie mögliche Wege zur Weisheit aussehen könnten. 

Allerdings jetzt schon eine kleine Vorwarnung an dieser Stelle - Weisheit ist anstrengend und bedarf einer ganzen Menge an Arbeit, denn der Weg zur Weisheit führt im ersten Schritt über den Weg der Selbsterkenntnis... Wen es nicht anspricht, kann sich jetzt schon guten Gewissens auf die Yogamatte verabschieden ;-)