Was kostet unsere Mode wirklich?

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Was unsere Lebensmittel angeht, sind wir schon sehr achtsam. Auch Naturkosmetik ist immer weiter auf dem Vormarsch. Wir kümmern uns um unsere Körper - mehr als je zuvor. Und wir sind uns sicher alle einig: Weniger ist mehr und Qualität vor Quantität. Aber gilt das auch für unseren Kleiderschrank? Handeln wir da auch so? Verzichten wir im Sinne der Nachhaltigkeit und der sagen wir mal "Gerechtigkeit"? Oder doch eher nicht, weil es uns ja nicht so direkt betrifft? Oder wir die Auswirkungen (noch) nicht direkt spüren?

Die sich häufenden Berichte über unhaltbare, menschenunwürdige Zustände in den Billigfabriken sind uns bekannt und wurden mit dem Einsturz einer Fabrik in Bangladesch reales Schreckensszenario. Die allgemeine Resonanz: Betroffenheit. Diskussion.

Aber mal ehrlich: Was hat sich seitdem wirklich spürbar geändert? Sehr, sehr wenig... Hersteller widmen sich irgendwie gezwungen und vielleicht auch halbherzig ihren "Sustainability"- und "CSR"-Projekten und wir sind zur Tagesordnung übergegangen und kaufen weiter bei Zalando, Zara, H&M oder sonst wo...

Vielleicht regt dieser Artikel von Uplift nochmal zum Nachdenken über unser Konsumverhalten an... Ein paar Fakten haben wir für Euch zusammengefasst:

  • Wir kaufen heute 400% merh Kleidung als noch vor 20 Jahren
  • Fast Fashion führt dazu, dass wir quasi 52 "Mikro-Jahreszeiten" mitmachen
  • 2700 Liter Wasser benötigt die Herstellun geiner Baumwollshirts (und viele Chemikalien)
  • 20% des Industriewassers gehen für das Färben von Textilien drauf - das wirkt sich auf unsere Wasserqualität aus...
  • Synthetische Materialien nehmen immer weiter zu - 85% der künstlichen Materialien, die an Küstenlinien gefunden wurden, waren Mikrofasern
  • Der durchschnittliche Amerikaner wirft pro Jahr 68 Pfund (ca. 30,8 Kilo) weg. Weil viele davon aus Fasern auf Erdölbasis, zersetzen sich diese fast gar nicht

Was können wir tun? Es geht uns nicht darum, schöne Dinge zu "verteufeln"... Gar nicht. Aber Ästhetik, Modebewusstsein und Nachhaltigkeit müssen sich nicht ausschließen. Ich gehe noch einen Schritt weiter und sage: Sie sollten sich auch gar nicht länger ausschließen. Auch wenn es nicht leicht ist, denn nur der Preis ist leider kein Kriterium. Aber es gibt Mittel und Wege achtsamer zu sein...

Hier kommen ein paar Tipps:

  • Lasst uns unseren Kleiderschrank abspecken und einfacher machen!
  • Tauscht mit Freunden und Freundinnen
  • Spendet Kleidung oder verkauft sie im Second Hand
  • Upcycling ist super - werdet kreativ!
  • Nachfragen: Fragt in den Geschäften ruhig woher die Ware kommt...
  • Seid achtsam beim einkaufen, schaut genauer hin
  • Überlegt: Brauche ich das Teil wirklich? Gäbe eine "grüne" Alternative? Stimmt die Qualität? Wie lange möchte ich es tragen?

Alles Liebe!