Lieber glücklich als perfekt, oder? Vom falschen Streben nach Perfektion

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Lieber glücklich als perfekt!

Auch Du hast bestimmt schon mal jemanden als "Perfektionist" bezeichnet. Oder benutzt das Wort vielleicht sogar für Dich selbst? Oft wird das Wort "perfekt" als Kompliment angesehen. Aber was steckt hinter der Tendenz zum "Perfektionismus"? Verbirgt sich dahinter nicht vielleicht Unsicherheit? Oder vielleicht sogar ein negatives Selbstbild?

Ich kenne das Streben nach Perfektion von mir selbst... Aber mir ist eines klar geworden: Es ist unrealistisch. Und es belastet mich. Es belastet meinen Verstand und mein Verhalten. Denn es führt auch dazu, es immer jedem Recht machen zu wollen. Keine Fehler zuzulassen. Sich selbst nicht ausreichend zu würdigen und das, was man jeden Tag leistet.

Das führt dazu, dass ein Perfektionist nie mit sich zufrieden ist. Egal, wie viele Komplimente er bekommt, wie viel Geld er verdient und was er alles erreicht hat. Das Streben nach "Höher, Weiter, Schneller" hört nie auf. Und bestimmt den Perfektionisten irgendwann fremd.

Niemand ist perfekt! Das ist einfach so. Auch scheinbar perfekte Menschen sind es nicht.

Ich denke, dass der Versuch das eigene negative Selbstbild hinter Perfektionismus zu verstecken ist ungesund und wir auch auf Dauer nicht gut gehen. Denn Perfektionismus ist unnatürlich.

Wir dürfen Fehler machen. Wir dürfen schwach sein. Wir dürfen auch traurig sein.

Was also sollten wir tun? Wir sollten an uns glauben und ein positives Bild von uns entwickeln. An uns zu glauben und uns so akzeptieren wie wir sind. Mit allen Ecken und Kanten. Das bedeutet nicht, dass wir nicht stets versuchen sollten unser bestes zu geben. Ja, das schon. Aber wir geben schon unser Bestes - jeden Tag. So gut es geht.

Und das ist schon sehr viel und mehr als genug.

Setze den Fokus lieber auf das, was Dir gut tu. Finde zurück zu Deiner inneren Stimme. Und sei nicht so hart zu Dir selbst - das Leben ist nicht perfekt und das ist wie es ist. Was Du nicht ändern kannst, solltest Du akzeptieren... Und hey, das Unperfekte ist doch viel spannender, oder?