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Warum es völlig egal ist, welchen Yogastil wir üben

Welches Yoga ist besser - anstrengend vs meditativ?

Diese Frage ist bewusst provokativ gestellt - und die Antwort ist natürlich klar: Es gibt kein "besser" oder "schlechter".
Aber ich will auf etwas anderes hinaus und muss daher nochmal etwas schwarz-weiß-malen.

Generell gibt es unterschiedliche Typen von Menschen - die einen sind eher ruhig, vielleicht auch eher etwas träge. Sie sind nicht interessiert daran, die sehr fortgeschrittenen Übungen zu können oder denken, dass sie das sowieso nicht schaffen werden. Wer muss schon einen Handstand können? Sie entscheiden sich für ganz ruhiges Yoga und Meditation.

Dann gibt es die, die "pushen". Sie wollen zeigen, was sie alles können und üben, üben, üben und fordern sich in Yogastilen wie Power Yoga oder Ashtanga Yoga oder schwitzen beim Bikram Yoga. Sitzen und meditieren ist laaaangweilig.

Aber es ist doch so: Patanjali (http://we-love-yoga.de/yoga-abc/stars-und-sternchen#P) spricht in seinem Yoga Sutra von dem achtgliedrigen Pfad (http://we-love-yoga.de/yoga-abc/was-ist-eigentlich-yoga), der uns vor allem sagt, dass wir foldendes üben:

  • Die Yamas:
  • Die Niyamas: Der Umgang mit uns selbst (Reinheit von Körper, Geist, Gedanken, Zufriedenheit, Leidenschaft, Selbstreflexion, Hingabe und Vertrauen)
  • Asana: Die körperliche Übung
  • Pranayama: Atemkontrolle und -führung - Ziel ist es, mit Deiner Lebensenergie in Kontakt zu kommen
  • Pratyahara: Zurückziehen der Sinne
  • Dhrana: Konzentration auf eine Sache oder Objekt
  • Dhyana: Meditation
  • Samadhi: Versenkung oder ganz einfach gesagt: "Erleuchtung"

Um diese Aspekte geht es doch am Ende und nicht darum, welchen Yogastil wir üben. Es geht darum, dass wir uns durch diese Übungspraxis selbst erkennen. Und mal ehrlich: die ersten beiden Punkte - Yama und Niyama - sind doch schon ein harter Brocken, oder?

Der Übungsweg erfordert einiges von uns - Reflexion, Achtsamkeit, Konzentration. Ich finde das sehr hart manchmal. Ganz unabhängig davon, ob mich meine körperliche Praxis anstrengt oder nicht.

Es gibt nichts herausforderndes als den Geist zu kontrollieren. Aber wenn ich ihn nicht lerne zu kontrollieren, wer soll es dann tun?

Yoga bedeutet auch, die Verantwortung für sein Leben zu übernehmen und daran zu arbeiten. Es ist ein Trugschluss, dass "innerer Frieden" von alleine kommt oder einfach so passiert. Es ist ein langer Weg und erfordert viel Kraft und Konsequenz - "on the mat" und "off the mat".

Aber das soll uns nicht abschrecken - sondern ermutigen! Denn was gibt es größeres als Frieden und Freiheit zu erfahren? Lasst Euch auf Euren eigenen Yoga-Weg ein – wir müssen nicht alle „erleuchten“, aber können doch eine innere Haltung der Gelassenheit, Zufriedenheit, Vitalität und Lebensfreude kultivieren...