Lebe, Liebe, Lache!

Die we.love.yoga-Inspirations- und Glückshappen!

Unternehmergeist

‍Ashtanga Yoga - wir packen es an! Wie fühlt es sich an, eine neue Yoga-Art in sein Leben zu integrieren? Und den Plan zu haben, diese in seiner Stadt zu etablieren? Mit viel Leidenschaft starten Katrin und Katy vom Yoga Zeitraum Weimar in dieses Projekt - und nehmen uns mit auf den Weg. 

Geprägt vom inneren Drang, einer Idee, so unausgereift diese auch sei, eine Form zu geben, sie zu teilen und ihr Ausdruck zu verleihen. Los-Jammen. Ich hatte genug davon, allein zu üben. Selbst Katy, meine Kollegin und Freundin schaute mich regelmäßig verstört an. „Ihr mit eurem komischen Geatme“ war ihr häufiger Kommentar. Ich kam mir vor, wie ein Bakterium im fremden Organismus. Hatte Herzenslust, weitere Zellen mit dem, was ich in mir trug, zu infizieren. Das hält ja keiner aus. Also raus! 

Ich folgte einer Eingebung und verschaffte mir, nach einer Phase des Anfütterns, ein Date mit einem, mir damals unbekannten Schüler Kai. Fragte, ob er Lust habe, mit mir zu üben. Dinge zu üben, die nicht über Nacht und mühelos geschenkt werden. Eine Praxis, welche durchdringt und einiges abverlangt. Nicht nur körperlich, auch geistig, mental, emotional und persönlich. Na wie siehts mit uns aus? Es gab in unserer Umgebung keine realen Ashtanga-Vorbilder. Keine Studios, keine schnuckeligen Ashtanga-Girls und drahtige Jungs, die mit einer Arschruhe nach dem Mysore in den Tag jazzten. Ein Segen, denn das, was du dir erarbeiten und selbst kreieren musst, nimmt an Wert immer zu. Wir begannen, mit dem was wir hatten: unserem Körper, unseren, wie Mr. Spock sagen würde, „interessanten“ Lebensgeschichten und unserem gesunden Menschenverstand. Wir vereinbarten feste Übungszeiten. Und er fragte mir Löcher in den Bauch. Ich spüre sie jetzt noch. Der ist doch genauso verrückt wie du, dachte ich. Das passt gut. Ab jetzt war ich dazu angehalten, mein Üben neu zu hinterfragen. Ich musste eine angemessene Methodik zu entwickeln. Ganz im Sinne von Vinyasa Krama und meinem holistischem Bild des Ashtanga Yoga. Diesem wollte ich in der Übertragung an ihn so gerecht wie möglich werden. Wir erzeugten eine Menge Tapas und sorgten für Verbreitung.„Du musst heulen können, wenn du dein Rudel finden willst.“ Hatte ich mal gelesen. Im Mittelpunkt des Yoga steht immer der Mensch und nicht der Zweck. Menschen haben Geschichten. Geschichten sind lebendig und können aus ihren Lehren immer! eine positive Kraft für die Zukunft geben. Es geht für mich immer darum, mich jeder Zeit neu einzuklinken, in den schöpferischen Prozess - LEBEN. Andere zu ermuntern, selbst wenn mich zwischenzeitlich der Mut verlässt. Und wer die wunderbaren Menschen auf dem Foto sind, welche wir offensichtlich glücklich infizieren konnten, wie die Geschichte in die Gegenwart geht, erzähle ich nächstes Mal...