Oh so relaxed! Warum die Endentspannung so wichtig ist

Oh so relaxed... Augenkissen von Yogipop

Shavasana, die Totenstellung oder auch End-, Schluss- oder Tiefenentspannung genannt, ist eine oftmals unterschätzte Asana. Denn wir liegen ja nur auf dem Rücken... Herrlich nach einer fordernden Yogastunde!

Ja, aber ganz so simpel ist es nicht, denn es steckt mehr hinter dieser letzten Asana bevor wir die Matte wieder zusammenrollen. Der bekannte Yogalehrer B.K.S Iyengar sagt in seinem Werk "Licht auf Yoga": 

"Es ist viel schwieriger, die Gedanken als den Körper ruhig zu halten. Deshalb ist diese dem Anschein nach einfach zu meisternde Haltung eine der schwierigsten."

Es geht darum, in dieser letzten Übung die äußeren Reize und unsere Sinne auszuschalten, um unsere inneren Kräfte zu öffnen. Wir sollen üben loszulassen und in ein Gefühl von Frieden und "Einssein" abtauchen. Oder anders gesagt: Vollständig entspannen. Die Energie, die sich während der Praxis gebildet hat, kann sich während der Schlussentspannung im Körper verteilen. Stresshormone werden abgebaut, Heilungsprozesse gefördert und das Immunsystem gestärkt. Zusammen mit dem "Ankommen", also dem "sich sammeln" zu Beginn der Stunde, oft in der sitzenden Meditationshaltung oder auch im Liegen, bildet Shavasana den Rahmen einer klassischen Yogastunde.

Bevor Du Dich ablegst wie unten beschrieben, solltest Du Dir überlegen, ob Du eine Decke nehmen möchtest oder vielleicht Socken anziehen magst. Es wichtig, dass Deine Shavasana-Übung nicht dadurch gestört wird, dass Dir kalt wird. Und das passiert schnell, gerade wenn man vorher geschwitzt hat. Ich mag es außerdem besonders, wenn es ganz dunkel ist, denn das hilft mir, mich abzugrenzen und wirklich nach Innen abzutauchen. Dafür benutzte ich ein hochwertiges Augenkissen von yogipop. Das duftet auch noch wunderbar nach Lavendel - ein Duft, der beruhigt und entspannt. Übrigens: Wir finden, das Augenkissen ist auch eine tolle Geschenkidee für unsere gestressten Lieben.

Eeeeeentspann Dich...

So, los geht es:

  1. Du legst Dich auf den Rücken, die Arme neben den Körper, die Handflächen zeigen nach oben, die Beine sind etwa mattenbreit oder so wie es sich für Dich gut anfühlt, geöffnet, die Füße fallen entspannt nach Außen. Drehe Deinen Kopf sanft von links nach rechts und zurück, um ihn dann mittig zu platzieren, so dass Deine Wirbelsäule eine gerade Linie bildet. Ziehe Dein Kinn noch etwas in Richtung Brustkorb, so dass Dein Nacken lang wird. Versuche, Dich nun nicht mehr zu bewegen. 
  2. Du nimmst wahr, wie Du schwer auf den Boden sinkst. Du wirst getragen.
  3. Spüre Deinen Atem und lass ihn einfach fließen ohne ihn zu beeinflussen.
  4. Wandere durch Deinen Körper und nimm wahr, was gerade ist. Tut Dir etwas weh? Liegen Deine Körperteile alle gleich schwer auf der Matte? Was spürst Du?
  5. Versuche nun mögliche Anspannungen zu lösen - körperlicher, aber auch seelischer Art. Zwischen den Augenbrauen, im Nacken, den Schultern, Beinen usw. lagern sich oft Anspannungen ab, die gelöst werden wollen. Spüre immer tiefer in Deinen Körper und in Deine Seele hinein. Vielleicht begegnen Dir auch Verhärtungen, die schon länger bestehen. Versuche auf allen Ebenen zu relaxen (auch die Gedanken).
  6. Ganz langsam wirst Du dann in Deine Ruhe eintauchen können - ganz friedlich, bei und in Dir selbst.
  7. Bleib so lange liegen wie es für Dich gut ist, versuche aber wach zu bleiben.
  8. Zum Abschluss komm langsam zurück ins Hier und Jetzt und recke und strecke Dich vorsichtig...

Leider ist es für uns eine Herausforderung geworden, sich vollständig zu entspannen oder nichts zu tun. Also keine Bewegung, kein Denken, kein Fühlen. Diese acht Schritte und Shavasana können Dir helfen, dies wieder geduldig zu lernen...