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Rosen für Patanjali

Ich studiere nicht mehr so oft Texte wie früher, einfach des Wissens willen. Heute begleiten Texte meine Praxis als Erfahrung. Sie haben für den Moment eine Wirkung in mir. Sie spiegeln wieder, was mich aktuell beschäftigt. 

Rosen für Patanjali, damit meine ich ein Danke an diesen Text, der immer wieder neu von mir erfasst wird. Es wird nie auch nur einen Vers geben, welchen ich ablehne, nicht verstehe oder voll verstanden habe. Heute, fiel mir dieser Vers auf - Yoga Sutra, Kap. 3.38:

bandhakaranasaitilyapracarasamvedanacca cittasya parasariravessah.

Indem ein Mensch die Ursache für diese starre Situation, die den Geist an das Individuum bindet, erforscht und die Mittel untersucht, die diese Starrheit lösen können, entwickelt sich in ihm mit großer Wahrscheinlichkeit die Möglichkeit, über seine eigenen Grenzen hinaus zu WIRKEN (Übersetzung und Interpretation T.K.V.Desikachar).

Interessant fand ich dabei Desikachars Interpretation. Er nennt an Stelle von über sich hinauswachsen, WIRKEN! Beschrieben werden in den vorangegangenen Kapiteln 1 -Samadhipadah und 2 - Sadhanapadah Praktiken (die Betonung liegt auf Praktiken und nicht Techniken), mit denen unser Geist frei von Ablenkung und Unruhe werden kann. Sie bilden die Voraussetzung zur Erlangung der Fähigkeiten, mich von Problemen und aus Starre zu lösen. Im 3. Kapitel, Vibhutipadah, aus welchem ich den oben genannten Abschnitt herauslöste, wird die Tatsache thematisiert, das ALLES dem Wandel unterliegt. Und auch die Frage, durch welche Kräfte dieser Wandel hervorgerufen wird. Wenn ich weiß, mit was ich es zu tun habe, kann ich mich davon lösen oder gelassen bleiben. 

Ich habe Ashtanga Yoga nach Weimar geholt. Mit der Begeisterung einer Menge Leute. Unsere gemeinsame Praxis hat sich vertieft, verinnerlicht und wächst beständig. Die greift in unser Leben ein und macht es besser. Wir haben nun volle Vinyasa und Led-Class Zeiten im Studio. Im Verlauf des Jahres werden wir diese Zeiten ausbauen und Mysore-Zeiten am Morgen einbauen. Dafür muss mein Söhnchen aber allein in die Schule gehen können. Aber abwarten. Er akquiriert mittlerweile schon die Mamas der Jungs aus seiner Klasse. Ich sage ihm immer, die sollen auch die Papas mitbringen. Das wäre auch toll. Im  April sind wir mit Christian Klix und seinem Flight Club in unserem Studio am Start. Fliegen in den Handstand. Dass zum Thema über sich hinaus WIRKEN.

Und mittlerweile nutze ich diese Kräfte, welche den Wandel hervorrufen, für meine persönliche Ver-WIR-klichung.