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Pure Energie

Ashtanga Yoga ist reine Energie. Ein Zug der Wirbelsäule vom einen Ende zum Anderen bedeutet. dass die Wirbelsäule, die Arme, die Beine, wie ein Netz gespannt sind und dass die Last, die über die Schwerkraft auf den Körper wirkt, optimal verteilt wird.

Je optimaler die Lasten unter Extension verteilt werden, umso leichter geht es. Sowohl mental als auch körperlich. Die Bewegungen der Beine werden so ausgeführt, als würde ich steigen, nach vorn und zurück. Oder meine Beine und meine Arme unter Zug heben und senken. So als würde ich fliegen.

Vorwärtsbewegungen ziehen mich in den Raum vor mir. Deshalb heißen sie Vorwärtsbewegungen und nicht Abwärtsbeugen. Immer unter dem Aspekt, dass die Wirbelsäule, englisch - spine!, der Rumpf, das Innere des Rumpfes, dass das Innere der Arme und Beine, sowie des Kopfes mit den Augen (Drsthi) kontinuierlich unter Zug stehen. Zwischen beiden Polen, einem Ende und dem Anderen, wird der Körper ausgedehnt, kontinuierlich. Dieses Kontinuum erwähnte ich bereits im vorletzten Beitrag: Tan-tra- Netz. Dieses Netz ist wie ein gut gespanntes Trampolin. In dessen Mitte, herrscht die größte Kraft für Sprünge. So ähnlich kannst du dir die Diaphragmen des Körpers vorstellen: Beckenboden, Fußgewölbe, Zwerchfell, oberer Gaumen. 

Wenn ich auf den Moment warte, indem die Schwerkraft in mir am stärksten wirkt, am Ende des Ausatems, geht es gebündelt ab nach oben. So fliegt es mit der neuen Einatmung auf, bis zu dem Punkt der Schwerelosigkeit. Dem Moment des Fliegens ohne Regung. Übungen dafür sind zum Beispiel: Übertragen vom Yogateppich auf das Leben bedeutet dies, dass meine Last, meine Aufgabe, mein Dharma, schwer empfunden wird, wenn ich mein Leben so verstehe, als dass alles nichts mit mir zu tun hat. Wenn ich es von mir weg halte und alle die Dinge von mir getrennt betrachte. Losgelöst von mir, macht alles andere, was es will. Im vorletzten Beitrag hatte ich beschrieben, dass das nicht funktioniert. Wir sind immer mit allem verbunden, können aber bestimmen, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten. Wenn mir meine Aufgaben oder Dinge lästig sind, schleife ich sie nur hinter mir her. Ich ziehe oder schiebe sie von mir weg. Wenn ich mich also gedanklich und körperlich von allem Möglichen trenne, es mir weder bewußt ist, noch ich es als ein Teil von mir akzeptiere, wenn ich alles nur loswerden will, wird alles unangenehm und müde, schwer (Tamas).

Ich habe erkannt dass ich immer in allem bin, immer mit allem verbunden, auch wenn es mir vorkommt als wäre ich nicht dabei oder im Zentrum eines Geschehens. Oder das Geschehen außerhalb von mir. Seit ich das erkannte, trage ich dafür Sorge, die Dinge einzubeziehen und Verantwortung selbst für sie zu übernehmen. Wenn ein Bein steigen kann, kann auch das andere Bein steigen. Dies entspricht Vinyasa Krama. Und irgendwann wird nach Ekam, Dwe, Trini ein: Jump - eine gemeinsame Aktion. Ein Luftsprung. Gemeinsam haben beide Beine die Schwerkraft überwunden und das Unmögliche möglich gemacht. Das wichtigste dabei: alle innewohnende Energie, in diesem Falle hauptsächlich kinetisch, wird auf einen Punkt konzentriert. Das Ergebnis ist: uneingeschränkte Gemeinsamkeit, ein Aufsteigen, reine Freude. Kraft, Freude und Zuversicht auf mehr. Wenn das jetzt schon wunderbar ist, was kann noch werden? Alles!

Ashtanga Yoga des Patanjali ist meine Stufenleiter. Deshalb bekommt er immer Rosen von mir. Ein schrittweiser, stufenweiser Weg, den ich kontinuierlich ersteigen will. Ich gehe Stufe für Stufe. Auch das nicht einfach so. Jede Stufe hat etwas besonderes. Ich sehe die Schwelle und versuche, den Gang, den Schritt, auf die kommende vorzubereiten. Jeder Absatz ist verbunden mit einem Entwicklingssprung. Deshalb mag ich Wendeltreppen so. Sie faszinieren mich einfach. Ich finde sie immer ästhetisch. Wenn ich diesen Wege meine Lasten nicht mehr jede Stufe hinaufschleppe, sondern lerne, gemeinsam zu gehen, die Sprünge zu genießen, wird das Leben spielerisch, lustvoll, erhebend. Viel gezielter. Jede Entscheidung treffe ich im Sinne des Voranschreitens, aufsteigend und absteigend.

Und dann macht der Ashtanga Yoga des Pattabhi Jois, riesen, mega Spaß. Ein Atemzug, ein Breeeeaaaathhhhh, ist etwas, dass passiert durch mich hindurch, entsteht in mir drin, aus mir heraus, zu mir zurück. Fortwährend, solange ich lebe. Atmen kann jeder, der halbwegs lebt. Aber die Kunst, es so zu tun, in Vereinigung mit den Gesetzen der Natur ist nicht nur Pranayama oder Ujjayi, sondern einfach nur göttlich. Vinyasa-OM. Ich liebe Ashtanga Yoga uns sage danke für jede Lektion und Erkenntnis!

Habt einen wundervollen Ausblick, auf jeder Höhe der Leiter.