Lebe, Liebe, Lache!

Die we.love.yoga-Inspirations- und Glückshappen!

Punk Mantra! „Das ganze Leben ist doch Yoga."

Kleines Rätsel - von wem ist hier die Rede?

„Sie redet von Ufos, kosmischen Energien, Nächstenliebe, Weisheit und Erleuchtung, doch selbst wenn man es ihr nicht glaubt, fühlt man sich doch nicht unbedingt geködert oder verladen. Selbst wenn man ihr zwei Stunden lang bei nichts anderem als beim Faxen Machen und Grimassen Schneiden zuschaut, nimmt man noch etwas mit nach Haus. (...) es gibt wenig Kunstfiguren, die so konsequent Kunstfiguren sind, außer vielleicht Warhol und Bowie, die sich indes vor lauter Konsequenz fast schon wieder in der Künstlichkeit verloren. Eigentlich muss man (sie) für voll nehmen, weil für halt keine zweite Hälfte bekannt ist und sie für Nichts deutlich zu viel ist. Die Unterscheidung von Masche und Echt macht sie hinfällig.“

Das schreibt Thomas Nöske über unsere gesuchte Person in seinem Buch Pop-Schamanismus (1999) Und viele wissen es sicher. Es gibt ein Mantra-Album von der Skandal-Nudel. Sie ist Vegetarierin und Tieraktivistin. Reiste mehrmals nach Indien, verbrachte viel Zeit in einem indischen Ashram.

Wir sprechen hier von - klar: Nina Hagen.

Vor allem in den 80iger und 90iger Jahren erregte Nina Hagen in Bezug aus Spiritualität Aufmerksamkeit. Sie selbst sagt, dass ihre Spiritualität mit ungefähr zwölf begonnen hatte, als sie sich fragte, ob es einen Gott gibt. Diese Suche lässt sie nicht mehr los und sie sucht die Religion hinter der Religion. Für sie ist diese Suche nach Gott gleichzusetzen mit Yoga. Sie hat vor 11 Jahren, in 2005 bei einem Interview mit der Berliner Zeitung einen schönen Satz gesagt, der die reine Asana-Praxis, die bei uns heute so oft im Vordergrund steht, hinten an stellt:

 „Das ganze Leben ist doch Yoga. […] Ob Schlafen oder Denken, man muss nur geduldig Lebenserfahrung sammeln, um das zu begreifen. […] Yoga ist nicht nur die Bewegung, sondern es ist das Bedürfnis eines jeden Menschen, sich körperlich und seelisch wieder daran zu erinnern, dass der menschliche Körper eigentlich göttlich ist. Und dass die Erfahrungen, die wir machen, göttlich sein können. Yoga praktizieren heißt für mich, dass ich im Schneidersitz sitze und Harmonium spiele und mich in die Lieder vertiefe. Aber Yoga praktizieren können Sie auch beim Abwaschen. Indem man dabei singt oder betet.“

 

Mittlerweile ist sie aber Indiens Pfade eher hinter sich gelassen und ist zur evangelisch-reformatorischen Kirche konvertiert.

 

Und die "Hörprobe" muss natürlich jetzt sein - ich habe das "Shanti Mantra" für Euch ausgesucht, aber es gibt ein komplettes Album und auch auf YouTube einige Videos. Hier entlang: