Lebe, Liebe, Lache!

Die we.love.yoga-Inspirations- und Glückshappen!

Perfektion bringt uns nicht weiter...?!

„Das Unmögliche möglich machen,

das Mögliche leicht und das Leichte elegant.“

Moshe´ Feldenkrais

 

Die Rippen tun nicht mehr weh, die Hüften gehen auf und das Herz schwingt wieder mit. Alles entspannt sich und wird leicht. Indem ich mich weg bewegte von der Ausrichtung am Ideal, hin zu mir, fand ich im Yoga Sutra des Patanjali folgende Zeilen. Lasst uns mal drauf schauen:

1.19. bhavapratyayo videhapakrtilayanam 

Einige Menschen werden so geboren, dass sie den Zustand von Yoga ohne Üben spontan erreichen.

Es gibt ein paar Ausnahmen in der Welt: Menschen, die mit besonderen Fähigkeiten geboren werden, die sich nicht bemühen müssen und die nicht üben müssen, um den Zustand von Yoga zu erreichen. Allerdings finden wir solche Menschen höchst selten. Als Vorbilder eignen sie sich wenig, weil wir ihren Weg nicht teilen können. (Erläuterung T.K.V. Desikachar)

Wenn wir das Unmögliche möglich machen wollen, sehen wir ein Ideal. Es scheint in der Form so leicht und mühelos. Es scheint dem Übenden zugeflogen zu sein. Das ist zwangsläufig frustrierend. Wir kennen ihren Weg nicht und unseren haben wir nicht vor Augen. Wir üben also blind.

Jetzt untersuchte ich die Möglichkeiten und besann mich auf den Weg, der direkt vor mir lag. Und stieß wieder auf Patanjali:

 

1.37. vitaragavisayam va cittam

Der Kontakt zu Menschen, die Hürden im Leben gemeistert haben, die uns noch unüberwindlich erscheinen, kann eine große Hilfe sein. Manchmal finden wir Inspiration oder entdecken einen Ausweg aus einer erstarrten Situation allein dadurch, dass wir die Lebensgeschichte eines solchen Menschen lesen. (Erläuterung T.K.V. Desikachar)

 

Als wir vergangenen Montag gemeinsam übten, stellte Andrea fest, dass es sehr ruhig und friedlich zuging. Wir sind wohl alle etwas niedergerissen worden: Erkältung, Handgelenksbeschwerden und meine schmerzenden Rippenbögen. Und üben besonnener, nachsichtiger.

Im Gespräch stießen wir auf das o.g. Zitat von M. Feldenkrais. An diesem Punkt bewegen wir uns nun. Keine Eile. Wir haben schon vieles Unmögliche möglich gemacht. Jetzt lernen wir das Mögliche leicht. Und später wahrscheinlich das Leichte elegant zu üben. Ich wünsche mir, dass wir weiter diesen Austausch pflegen und es zulassen, uns in unseren Schwierigkeiten öffnen und sie gemeinsam meistern. Es hat keiner etwas davon, einfach nur perfekt zu sein. Wir lernen nur aus unseren Fehlern. Naja zumindest wir „Birdies", die erst lernen wollen zu fliegen.

Lassen wir uns von Feldenkrais inspirieren und Flügel wachsen. Thats the Way! Hat noch jemand Lust auf Flügel? Mir wachsen sie ganz langsam. Ich fühle sie. Sie helfen mir, meinen Weg leichter zu gehen.