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Patanjali hatte mehrere Gehirne

Im letzten Artikel „Rosen für Patanjali“ wurde ich gefragt, wer war eigentlich Patanjali und wenn ja wie viele? Was hat er gemacht?

Klar, für einige von uns ist Patanjali ein Begriff und auch sein Yogasutra in diesem Kontext. Aber Schüler, die einmal in der Woche zum Yoga kommen, interessiert sie das wenig. Sie sind im Grunde genommen froh, wenn sie sich ein bis zwei Asanabezeichnungen in Sanskrit zufällig eingeprägt haben, sie dann abrufen können, wenn es soweit ist. Dies bezüglich möchte ich am kommenden Wochenende Patanjali vorstellen. Oder das, was von ihm übrig geblieben ist. Aus meiner Vorstellung heraus. Ich möchte lebensnah vermitteln, dass es ein tolles Yogasutra gibt. Das Werk hat Methode. Nicht nur, was wir darin lesen, hat Aufbau, Methode, Sinn, Absicht. Es ist wirklich so abgefahren logisch und schlüssig, dass ich nur ahnen kann: Patanjali, vor 2500 Jahren, hatte nicht nur ein Gehirn.

Es gibt Dir einen Leitfaden zur Erfahrung von Yoga. Was ist ein Sutra? Was hat das mit Yoga zu tun? Mit dem Üben? Es werden, basierend auf der Erläuterung, wie der menschliche Geist arbeitet (für und gegen mich selbst), Techniken vermittelt. Diese Techniken sollten in die Praxis umgesetzt werden. Es ist absolut nutzlos, einfach nur darin zu herum zu lesen. Du solltest verstehen und erfahren: Praktik und Technik sind von unterschiedlicher Natur. Eine Technik wird benutzt aus dem Verstand heraus. Sie basiert auf Erfahrung und Theorien anderer Leute. Oft sind die sogar schon gestorben. Und ihre Namen werden sogar falsch geschrieben.

Die Praktiken, wenden diese Techniken lediglich an. Du entwickelst mit der Technik Deine eigene Praktik. Getrennt von einander sind sie nur begrenzt wirkungsvoll. Weil die Technik im Verstand begrenzt: „Gehtdochanatomischgarnicht“ wird, und die Praktik sich im Tun verzettelt: „könntesokönnteso“. Aber beides zusammen geübt, ergibt eine Anwendung für Deine Zwecke. Mit der Praktik überprüfst Du Deine Technik und ihre Theorie auf den Wahrheitsgehalt. Und mit der Technik gibst Du Deiner Praxis Sinn und Verstand. Das ergibt Methode. 

Und diese angewandte, wissenschaftliche Methode ist Yoga. Eine Wissenschaft von Dir. Eine Methode, herauszufinden, wie gehst Du mit Dir um? Auf was konzentrierst Du Dich aktuell und wie willst Du, und mit welcher Konzentration, Deine Lebenszeit verbringen. Im Ashtangayoga verbringe ich sehr konzentriert Lebenszeit. Meine Körpersysteme werden innerhalb der der Serie und darüber hinaus, aufeinander abgestimmt. Mit der Zeit, läuft es runder. Ich werde schöner, klüger, besser, freudiger und liebevoller. Von selbst? Ja natürlich... nicht. ;-)

Es ist Anstrengung und Hingabe, Vertrauen und Überwindung. Weil der Verstand schlau ist und was dagegen hat, wenn Katrin ihren Horizont erweitert. Ich SELBST gehe nämlich damit über seine Vorstellung hinaus. Das wiederum macht ihn erstmal verrückt. Mittlerweile kann ich dabei zuschauen, wie er durchdreht und was er mir einredet. Ich lache darüber und tröste ihn dann liebevoll oder drücke ein Auge zu. Von Selbst? Ja! Mein Selbst trägt die perfekte InFORMation über mich in sich. Bleibt unberührt von allem. Egal, was um mich herum passiert, oder was mein Verstand will. Alles, was geschehen sollte ist, dass ich mich immer wieder damit in Übereinstimmung bringen.

Also weiter: ekam-dwe-trini-und rein in mich und was draus machen! Zum Wohle aller und für die Liebe.