Lebe, Liebe, Lache!

Die we.love.yoga-Inspirations- und Glückshappen!

Nicht denken, fühlen! Oder: Webe Dein Leben

Ashtanga Yoga hat mich gelehrt, mit mir in Resonanz zu gehen. 

Mein Üben mit meinem Lebendigsein und meinem Alltagsleben zu verweben. Gleich einem Stück Stoff. Letztens, mein Blick fiel auf meinen Wandbehang, und ich musste plötzlich auflachen. Aufleuchten trifft es eher. Er hängt nun schon so lange an meiner Wand, direkt vor meinen Augen beim Üben: Da habe ich Tantra direkt vor mir und habe es einfach nicht gesehen.

Tan-tra allgemeine Bezeichnungen: Sich ausdehnendes Netz, Wissen, Text, Integration, Gewebe; Aus „Das Buch der Geheimnisse“ von Osho: „Für Tantra ist Tun Wissen, und ein anderes Wissen gibt es nicht. Solange du dich nicht veränderst, solange du dich nicht aus einem anderen Blickwinkel, mit anderen Augen siehst, nicht in eine völlig andere Dimension des Intellekts hineingehst, gibt es keine Antwort.“

Kurz: nicht denken, sondern fühlen, machen, erfahren. Mit jeder neuen Ashtanga-Yoga-Praxis webe ich gleichmäßige Fäden und Muster ein. Gleichmäßige Muster des Atems und der Konzentration. Je regelmäßiger ich übe, je mehr ich meine Praxis ausdehne, umso öfter findet es sich im Bild wieder. Zieht sich durch mein Bild. Ich habe erkannt, dass ich wählen kann, was ich vernetze: Gedanken, Freude, Poesie, Hingabe, schöne Blicke, Freundschaft, Hilfe, Ordnung. Eine ganz besonderes Muster ist in jeder Sekunde, Millisekunde unaufhörlich am rhythmischen Pulsieren. Dein Herz. 

Wenige von uns, außer Herzchirurgen, haben je ein offenes Herz schlagen sehen. Es ist so naheliegend und innewohnend, und doch entzieht es sich unserem Sinn. Du siehst es nicht mit den Augen und dem Verstand kannst du es nicht begreifen. Kein anderes Herz schlägt für dich. Aber du fühlst es, wenn du deine Hand auf die Mitte der Brust, etwas links ablegst. Oder dein Ohr auf die Brust eines Anderen legst. Absolute, direkte Erfahrung des Lebens. 

Mein Leben ist ein Stoff. Alles ist verwoben und von mir kreiert. Es gibt keine Bahn, die ich nicht gezogen haben, locker gelassen habe, fester gezogen. Jeder Faden von unterschiedlicher Qualität. Verwoben sind Gefühle, Gedanken, Handlungen. Und alles ergibt ein Bild. Bis hierher. Jede Schlaufe, jeder Übergang, weich oder holprig, hat Zeit, Anstrengung, Konzentration und Aufmerksamkeit, Freude gebracht. Manches Mal auch dicke Knoten.Vielleicht löst es sich hier und da auf. Zumindest muss ich bestimmte Fäden so nicht weiter einweben. Sondern webe nun andere Muster. Solche, die mich beglücken, anderen Freude bringen und mich ausdehnen. Vielleicht hilft es, Muster der Gewohnheiten unterbrechen und andere harmonische Abwechslungsreiche Farben finden. Vielleicht auch mal einen neuen Trick lernen und Aktente setzen. Und ich habe vor, es auszudehnen. kunstvoll zu vollenden. Das ist ein guter Plan. Mal schauen - darshana. Du bist kein kleiner enger Raum. Deine Welt ist riesig. Und sie beschränkt sich nicht auf einen qm Gummimatte oder einen Raum mit kleinem Fenster. Also, komm auf dem Teppich, gern auch erstmal auf einen Ashtanga-Yoga-Teppich zum Üben! 

Hör auf dein Herz, sieh deinen Atem, berühre den Stoff deines Lebens. Du lernst von allem. Mach ein Kunstwerk daraus. Ein farbenfreudiges Ereignis, welches sich ausdehnt, kontinuierlich. Bis ins Unendliche.

OM Katrin