Lebe, Liebe, Lache!

Die we.love.yoga-Inspirations- und Glückshappen!

New York, New York - in 25 Stunden!

In New York haben wir Flugbegleiter "nur" eine Nacht, das ist besser als KEINE Nacht, auch wenn es fast auf dasselbe hinausläuft, weil man irgendwie tausend Sachen unter einen Hut bringen möchte und Schlaf sowieso überbewertet ist. Da gibt es auch kein Pardon, wenn man hier Freunde hat, fünfmal ins Museum möchte oder, wie ich, hier ein Yoga Teacher Training gemacht hat, die Welt ist manchmal grausam! ;-)

Das Hotel liegt direkt an der Brooklyn Bridge, die Lage ist grandios, da Brooklyn neben tausend kleinen Läden und Parks auch wunderbare Yogastudios zu bieten hat, und der Blick auf die Bridge und Manhattan ist einfach der Hammer- ganz anders als bei uns zuhause auf dem Dorf.

Das Wetter ist toll und ich mache mich sofort nach Ankunft in Yogaklamotten auf den Weg über die Brücke nach Manhattan. Normalerweise vermeide ich Yoga nach einem Langstreckenflug, der Körper ist durch die durchflogenen Zeitzonen und Magnetfelder einfach ausgelaugt, aber hier kann ich der Angebotsvielfalt nicht widerstehen, zumal die Wanderung über die Brücke einen anderen Thrill verspricht: ein Freund und ich lieben Yogafotos auf der BB und da es super verboten ist, ist der Reiz natürlich umso grösser!

Heute sieht es gut aus, ich drücke "Hazel" (Name stellt sich im Gespräch anschliessend heraus) mein Kamerafon in die Hand und schwupp - schon fertig! Besonders begeistert mich im Nachhinein beim genauen Hinsehen der Sticker oben an der Laterne!

Heute Abend gehe ich zu Dharma Mittra, der persönlich "Maha Sadhana" unterrichtet, ins "Dharma Mittra Studio" (61 west, 23rd), fahre also noch bis zum Union Square und laufe von dort den Broadway hoch. Das Studio liegt im sechsten Stock und ist total unprätentiös, allerdings peacige Atmosphäre und Yogis, die mehr an Tiefe als an Wellbeing interessiert sind, der fast 80-jährige Dharma Mittra kommt mit seinem kleinen Hündchen hereingedackelt und ich habe das Gefühl, ich muss bei seinem Erscheinen vor Demut im Boden versinken.

Die Stunde ist "demanding" und "rewarding" wie immer und ich nehme wieder etwas mit. Für mich sind Yogastunden immer toll, wenn irgendetwas mich überrascht, deshalb gehe ich auch gerne mal in Anfängerstunden oder Stunden ganz anderer Richtungen - Yoga fängt meiner Meinung nach sowieso NACH Verlassen der Matte an.

Als ich wieder auf den Broadway trete, habe ich Hunger. Ob es in New York Etwas zu Essen gibt, haha?

Nicht zu weit entfernt, in einer meiner Lieblingshoods, dem East Village, gehe ich zum veganen, super hippen "Mother of Pearl" (6th ST/ Ave A). Der Besitzer stellte vor ein paar Jahren sämtliche Restaurants, die unter seiner Obhut florieren, vegan um und es hat etwas vom "CookiesCream" in Berlin - veggie, sauteuer, hip, wunderschön und mit Bedienungen, die so tun, als ob man sich schon aus der Sandkiste kennt.

Mit Glück kann man ohne Reservierung in diesem vegan-polynesischen Kleinod einen Platz ergattern und ich habe Glück!

Das Essen und der Cocktail sind phantastisch - hochpreisig, aber ich frage mich, warum sich allgemein nach wie vor Hochpreisigkeit in Steakhäusern rechtfertigt und vegetarisch als günstiger verlangt wird? Braucht wohl noch...

Morning is calling...

Irgendwann liege ich tatsächlich im gemütlichen Hotelbett, schnell schlafen, denn morgens gaanz früh geht es schon wieder über die Brooklyn Bridge bei Sonnenaufgang. New York hat sich seit den Wahlen verändert, zumindest empfinde ich es so - ich war in der Wahlnacht dort, habe zwar die Wahlen verschlafen, aber als ich aufwachte, spürte ich komplett andere Vibes, es hatte etwas verwirrtes, leicht angstvolles.

Da Verwirrung und Aversion uns NIE weiterhelfen, habe ich schon von zuhause mein "Love & Peace"-Oufit meiner Mum original aus den 68ern mitgebracht, das ich in der Hoffnung anziehe, die Happy Vibes von damals hinaustragen zu können. Zudem nehme ich mir vor, an diesem Tag nur Positives zu sagen und zu denken, und stelle im Tagesverlauf mit Schrecken fest, dass das SAGEN nicht das Problem ist - aber das DENKEN! Zumindest versuche ich, jeden nicht so - sagen wir mal: OPTIMALEN Gedanken in einen positiven umzuwandeln, und siehe da: ich werde immer milder und irgendwie scheint das abzufärben.

Zunächst gehen ein Freund und ich am Battery Park. Helicopter fliegen, das ist wirklich mit das Abgefahrenste, was ich in N.Y. je gemacht habe - diese Dimensionen von Oben hauen mich um!!! Danach taumle ich glückselig zur Morgenyoga-Session bei Jivamukti Yoga am Union Square, was für mich immer etwas wie Heimkommen ist, da ich hier, bzw. zwei Stunden weiter nördlich, vor Jahren eine meiner Ausbildungen gemacht habe, nachdem ich seit den 90ern hier regelmässig während meiner New York Stopps auf die Matte gegangen bin.

Die Yogasession finde ich auch herrlich, ich liebe Bhakti, singen, meditieren und tiefgehende, schweisstreibende Asanapraxis, die mir immer wieder aufzeigt, dass unsere Begrenzungen im Kopf statt finden.

Wenn ich mehr Zeit habe, gehe ich auch wahnsinnig gerne zu Elena Brower zum Anusara (wechselnde Locations z.B. bei "ABC Carpet&home" 19th&Broadway) oder zu "Goldenbridgeyoga" (253 Centre St.)  zum Kundalini, auch wenn die wirklich oberliebenswerte, witzige Gurmukh nicht da ist, sind es tolle Kundalini Lehrer!!!!

Das irre hier finde ich immer, dass die Studios sich fast immer ihren morbiden, liebenswerten Charme erhalten, auch wenn die hineinstömende Promidichte nicht zu übersehen ist - auch die Preise sind generell niedriger als in den Grossstädten zuhause, was ja auch nicht unerfreulich ist.

Danach bin ich mal wieder hungrig : )!

Das Allertollste:

der Highline Park, eine alte, renovierte, überirdische Subway-Trasse, liegt in Gehreichweite, zumindest für Europäer (hier: "nooo, it's eight blocks, you cannot walk there!!" zuhause würde nicht einmal ein Taxi dafür anhalten!)

Für mich das Schönste: mir beim Chelsea Market (16th St/9th Ave) die leckersten vegetarischen Sushi der Welt bei "Beyond Sushi" zu holen und mich auf einen der Lounge chairs oben auf der Trasse niederzulassen, um mir den leichten Wind vom Hudson um die Nase wehen zu lassen. Im Sommer eine tolle Alternative zu Long Island oder Coney Island, um der unglaublichen Hitze zu entkommen.

Einer der Einstiege zum Highline Park liegt an der 14th Street mitten im Meatpacking District, der an sich schon eine Riesenerkundung wert ist, vor allem, wenn man abends Lust auf richtig coole, kleine Bars hat.

Man kann von dort gemütlich bis zur 34th Street lustwandeln und die dabei bestaunenswerte New Yorker Architekturvielfalt ist einfach atemberaubend! Und zwischendurch immer wieder Chillmöglichkeiten ; )... herrlich! Danach wird es langsam Zeit, zurückzulaufen, da ich süchtigerweise NOCHMAL über die Brooklyn Bridge gehen möchte, vor allem, da ich ja jetzt meine "Love & Peace" Klamotten trage!! Tatsächlich sorgt dieses schrille Hippieoutfit sogar in New York für Dauerkommunikation, vor allem wieder auf der Brücke, wo die meisten Leute - ausser die militanten Radfahrerleisuremässig sehr entspannt herumlaufen. So ergibt sich eine witzige und wunderbare Kommunikation über Yoga, Frieden und Herzöffnen und Liebe und so on... Ich werde von unterschiedlichsten Menschen fröhlich und amüsiert angesprochen, alle sind sich alle einig sind, dass wir alle liebende Wesen sind, manchmal in verschleierter Absicht, aber dass wir uns ALLE Liebe und Frieden für die ganze Welt wünschen!

ByeBye New Yorksee you soon!!

www.redschiyoga.com