Lebe, Liebe, Lache!

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Mich neben den Atem setzen...

‍‍Ashtanga Yoga - wir packen es an! Wie fühlt es sich an, eine neue Yoga-Art in sein Leben zu integrieren? Und den Plan zu haben, diese in seiner Stadt zu etablieren? Mit viel Leidenschaft starten Katrin und Katy vom Yoga Zeitraum Weimar in dieses Projekt - und nehmen uns mit auf den Weg. 

In der Ruhe liegt die Kraft? Nein, das ist Sicherheit. Sicherheit ist eine Kreation des Verstandes. Die Kraft liegt in der Ruhe. 

Ruhe meint lassen, still sein und nicht eingreifen und einmischen. Schmerzen sind Ausdruck von Trennung und Spaltung. Ich habe meine Schmerzen innerhalb der letzten Wochen an-erkannt und integriert. Das bedeutete, vieles abzuwandeln. Kurskorrektur. Ich erforschte mein Denken, meditierte, regenerierte. Ich bemerkte, sehr von Dualität gelenkt zu sein. Oft gefangen zwischen richtig und falsch. Hatte mich von äußeren Formen und IN-FORM-ationen leiten lassen. Die vergehenden Schmerzen liegen im Bereich Rippen und Flanken. Da die Rippen unmittelbar mit dem Atem verbunden sind, verschrieb ich mir eine natürliche Atmung, ohne Ujjayi, und beobachtete. Ich wollte wieder wissen, was sich natürlich, ungezwungen und leicht anfühlt. Beobachtete zunächst meinen natürlich fließenden Ruheatem. Kehrte immer wieder an den Ursprung dieser Bewegung zurück. Vinyasa, Katrin, Vinyasa, BASICS ;.)

Der Atem ist unglaublich flexibel und gleichzeitig auch hoch sensibel. Ein perfektes Messinstrument, wenn man damit umgehen kann und dem vertraut. Wenn aber, wie bei mir geschehen, ausschließlich die Bewegung im Rhythmus und der Richtung den Atem bestimmt, bereitet dies Probleme. Ich möchte mein Üben wieder mit mir in Übereinstimmung bringen. Dabei ist der Atem ein Kompass, welcher mir die Richtung weist. Den Atem zur Ruhe kommen lassen. Seine Natur erspüren. Und dabei so nah wie möglich am fühlbaren Ausdruck der Lebensquelle sein. Nicht einmischen, dachte ich immer wieder und lass ihn in Ruhe. Die Übung: Ich setze mich neben meinen Atem und mache mich vertraut. Schaue, wohin es mich leitet. Da wir innerhalb der ersten Serie hoch komplexe Bewegungsabläufe ausführen, ergeben sich zwangsläufig Hindernisse und Schwierigkeiten. Und wenn wir alles im Ganzen beherrschen WOLLEN erst recht - echt.

Und dann fiel es mir ein: Ich vergaß, dass ich ein solarer Atemtyp bin. Die Einatemphase der solaren Atemtypen ist passiv, gelöst. Wobei der Brustkorb immer in Ausatembereitschaft, anliegt. Die Einatemphase lässt den Herzraum von innen heraus lediglich zu. Aber weitet ihn nicht aktiv Die aktive Phase liegt im Ausatmen. Der Beckenraum unterliegt beim solaren Atemtyp einer Dehnspannung zwischen den Sitzhöckern. Der Boden dient nur der Anbindung und wird nicht aktiv weggeschoben. Die Gelenkstellung ist immer offen. Nie völlig durchgestreckt. Der untere Rücken liegt immer in einer leichten Lordose. Rein äußerlich betrachtet, sieht das Üben eines solaren Atemtypen eher unspektakulär und fast ein wenig lustlos aus. Die Kraft liegt in der Ruhe der Einatemphase und der aktiven Führung der Ausatmung. Der Ausatem mit Ujjayi und der Einatem passiv, gelöst sogar fast ohne Ujjayi, damit er leichter passiv einströmen kann. 

Ich (Ego-halt) kippte unter Anstrengung permanent ins Gegenteil um. Na und das wieder zu integrieren, lerne ich gerade neu. Nun aber, nichts wie raus aus einer äußeren gedachten Form. Fröhlich hin zum spüren, was leicht und natürlich in mir ist.Auf geht es also, Kursabweichung korrigieren. Zur eigenen Natur finden. Respekt den Gesetzen der Natur zollen und zu dem, was Ashtanga Yoga ist: Eine Atemmeditation und kein Workout.

Hallo Katrin! Schön, Dich wieder so zu sehen. Buddhaleicht.