Lebe, Liebe, Lache!

Die we.love.yoga-Inspirations- und Glückshappen!

Incredible Chicago - ein Yoga-Paradies!

Chicago macht Spaß!

Gleich zu Beginn der für mich grösste Nachteil von Chicago: jedesmal, wenn ich nach der Landung im Hotel ankomme, denke ich: "Warum hab ich nicht zehn, nein: TAUSEND Tage hier frei???"

Ich weiss nicht, ob es die architektonische Mischung aus Moderne und Morbidität bewirkt, dass ich in der Hauptstadt Michigans direkt am See, der aussieht wie ein Meer (Meer ist immer: man sieht das andere Ufer nicht! Ich komme vom Meer, ich weiss, wovon ich rede : )), immer eine leichte anarchische Tendenz empfinde, die mich anzieht.

Schwimmen verboten? Egal!

Autos fahren generell zu schnell, es wird an Stellen im See geschwommen, die dafür ausdrücklich nicht ausgewiesen sind und unter "no smoking" Schildern unterhalten sich angeregt fröhlich rauchende aufrechte Chicago-Bürger. Ich mag sowas und frage mich, welche Erfahrung in meinen früheren Leben mich diese Unkonformität lieben lässt? Svadhyaya, Selbstbeobachtung, ist die Mutter aller Reisen.

Da wir relativ früh landen, zieht es mich nach dem Flug gleich zum Yoga, was ich selten nach dem Flug mache. Eigentlich nur in New York, da ich dort eine meiner Ausbildungen gemacht habe und es so toll finde, aber es ist wirklich deprimierend: selbst einfache Stehhaltungen werden zur Herausforderung, man merkt, wie stark sich nicht nur die Zeitverschiebung, sondern auch das Durchkreuzen verschiedener Magnetfelder etc. auf Körper und Seele auswirken.

Das Gute: man sagt, dass die Seele drei Tage braucht, um anzukommen. Wenn also dieser Chicago Umlauf (wie man in der Fliegersprache die Zeit zwischen Hin- und Rückflug nennt) DREI Tage dauert, kann die Seele sich gleich zu hause bleiben und es sich gemütlich machen :-)

Vom Hotel mache ich mich auf zu "Yoga now" (742 N La Salle), ein niedliches, liebevoll eingerichtetes Studio, nicht weit vom main shopping-district entlang der Michigan Avenue entfernt. Der Weg entlang der Michigan Ave führt mich am fantastischen "Art Insitute of Chicago" vorbei, das unbedingt zu empfehlen ist. Das Museum liegt im grosszügigen Grant Park mit beeindruckenden Statuen und Installationen, und den ganzen Sommer lang kann man hier Veranstaltungen wie "Jazz in the Park" (super!!) unter freiem Himmel besuchen.

Jessica nimmt uns ordentlich ran, das kann ich nach einem Flug trotz aller Müdigkeit immer gut haben. Eine tolle Adresse ist auch "Moksha Yoga" (dreimal in Chicago, super Workshops!), leider ist es mir jetzt zu weit weg. Haben aber auch eine begeisterungsfähige Boutique, ich liebe das an Studios, und das in der 700 North Carpenter liegt in der Nähe des Lincoln Park, in dem man herrlich chillen kann!

Danach habe ich Hunger. Wie immer. Chicago ist ein Eldorado für Vegetarier und Veganer, juhu! Also auf zu "Green Zebra" (1460 W. Chicago Ave), das liegt nicht weit entfernt. Ausserdem gibt es dort leckere Weine und die Kombi: Flug-Yoga-Wein ist Garant für einen perfekten Tag! "Green Zebra" hat nur abends geöffnet, ist gemütlich und trotzdem licht eingerichtet, und diese Gemütlichkeit schätze ich sehr. Ab und zu frage ich mich bei alternativkostigen Läden, ob je vegan desto ungemütlich, klar gibt es Ausnahmen, okay okay, aber ich kenne wirklich viele vegetarische/vegane Locations, in denen neben den puristisch weiss getünchten Tischen das heimeligste Element das blecherne Surren des Kühltresens ist, naja, ist glücklicherweise Ansichtssache.

Und während ich verträumt auf meinem überaus leckeren Kale-salad herumkaue frage ich mich, ob ich mich an mein Leben vor Avocado und Kale erinnern kann. In meiner Jugend gab es weder das eine noch das andere. Was hab ich überhaupt so gegessen? Hm. Egal, kann mich an nichts ausser "Toast Hawaii" erinnern, wird wohl an der Müdigkeit liegen - also ab ins Bettchen, vorbei an vielen belebten Blues Kneipen, Cafés und vollen Restaurants, herrlich!

Am nächsten Morgen mein Favourite: ganz früh bei Sonnenaufgang am See entlang joggen und dann wieder ab ins Yogastudio, auch wenn man im Sommer die Möglichkeit hat, bei "Yoga on the lake" mitzumachen. Supertoll - und so viele Kerle, die teilnehmen!!

Ich allerdings nutze die milde Wärme am Oak Beach, um mich zu dehnen und zu strecken und das mega Panorama zu geniessen, das irgendwie so anders ist als mein Hood in Schleswig-Holstein... Apropos: dieser Eindruck verstärkt sich noch, wenn man im Rahmen einer "Architectual Cruise" die architechtonischen Highlights Chicagos von Wasserseite aus betrachtet und so Hintergrundwissen erwirbt. Die Veranstaltungsschiffe legen im Sommer mehrmals täglich beim Anleger am Chicago River ab und sind meistens gut besucht- zu Recht!

Und noch eine Idee: falls es mal regnen sollte und die Lust auf Wasser trotzdem ungebremst ist: in Chicago gibt es den ältesten "floating tank", eine Art "rebirthing auf sich selbst gestellt" ;-). Der Laden mit ein paar Tanks, Achtung Vintage: noch aus HOLZ!!!, liegt in North Chicago. Es duftet original nach 1968 und einer Mischung aus Aquariumsfutter und das fast zweistündige schwerelose Floaten in der Salzlake, umgeben von kompletter Dunkelheit, ist wirklich eine Erfahrung!

Aber jetzt bin ich hier und überlege, vielleicht schonmal eine Runde bei "Chicago Raw" (mehrere Filialen in town) mit seinen gehaltvollen Smoothies, Säften und sonstigen Leckereien vorbeizuschauen, entscheide mich aber doch zu einer Stunde bei "Tejas Yoga", da gleich Jim Bennett unterrichtet, zu dem ich wegen seiner coolen Mischung aus advanced flow und Iyengar inspirations super gerne gehe- vielleicht auch ein bißchen wegen seiner leichten Selbstgefälligkeit, die er hinter einem Demutsmantel zu verstecken versucht - ich finde, das macht ihn sooo menschlich sympathisch!! Seit ich selbst vor Jahren anfing, zu unterrichten weiss ich, was so von einem erwartet wird und schätze den Tribut aller an die Authentizität umso mehr.

Hare om tat sat!

Als ich mich dem Studio nähere, steht schon ein beyogamattetes Grüppchen vor der Tür, offensichtlich ist die Key Card entmagnetisiert und Jim kann uns nicht in die heiligen Hallen im zweiten Stock führen. Stattdessen wird zwanzig Mal an der verschlossenen Stahl-Glastür herumgeruckelt und gezogen und die Key Card wieder und wieder durchgezogen und lustig zu beobachten, wer Teilzeit-Yogi auf der Matte und wer es vielleicht auch ein bißchen ausserhalb ist. Die wahre Praxis des Loslassens beginnt tatsächlich in der harten Realität, hier könnte es um etwas so weltbewegendes wie eine Yogastunde gehen, ohne die der Planet für einige offensichtlich verloren gilt.

Glücklicherweise naht Rettung in Form eines Wachmanns, schwupp, die Tür ist offen und ich hätte am liebsten sein kosmisches Antlitz geküsst, Yoga bedeutet schliesslich Vereinigung :-)!

Die etwas verkürzte Stunde ist fantastisch und danach habe ich mal wieder Hunger. Da sie Sonne so schön scheint, gehe ich einfach wieder Richtung Oak Beach und komme an meinem Lieblingsplatz vorbei.

Hier gibt es im Winter ein besonderes Schmankerl für diejenigen, die eine durchgehend positive Karma-Bilanz aufzuweisen haben: sie können den "Chicago Christkindelmarket" mit "Glühwein" und "German Bratwurst" besuchen und mit Glück kommt auch das "Christkindel aus Nuremburg"!

Ich frage mich jedes Jahr, ob es eine Ausschreibung gibt oder die Stelle beim Jobcenter ausgeschrieben wird. Falls jemand eine Antwort hat - ich freue mich!! Aber jetzt ist es warm und Spätsommer und die warme Luft weht mir um die Nase, juhu!

Ich gehe die Oak Street einfach ein paar Blocks hoch bis Ecke North Rust: dort gibt es unglaublich viele Cafés und Restaurants, bei denen man draussen sitzen kann und ich entscheide mich für das mediterrane "Fig & Olive", aber ich finde es eigentlich überall herrlich!

Der Kellner sagt mir, ich sähe sehr happy aus, und guess what: er hat Recht! Ich futtere Brot mit Olivenöl und irgendwelche Kleinigkeiten für irgendwie nicht wenig Geld, alles egal, denn ich bin in Chicago, die Sonne scheint, ich gehe gleich noch an den Oak Beach und bade im Lake Michigan, und liebe das Leben!

Fliege dann wieder zurück und frage mich, warum ich nicht tausend Tage hier frei habe :-)

Lokah samastah sukino bhavantu,

Eure Redschi

www.redschiyoga.com
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