Ich freue mich für Dich!

Sich für jemand anderen zu freuen ist ein schönes Gefühl - wenn es ehrlich ist!

"Ich freue mich für dich!"

Sich am Glück eines anderen zu freuen, ist manchmal leichter gesagt als getan, wenn wir ehrlich sind. Vor allem dann, wenn es einem selbst nicht so gut geht... Sich für jemanden zu freuen ist um einiges leichter, wenn man sich selbst in einem guten Zustand befindet. Und es ist auch nicht schwer, wenn es in einem Bereich ist, in dem wir uns selbst nicht so gut auskennen.

So, die Herausforderung ist es doch, für jemanden zu applaudieren - und das ganz ehrlich - wenn dieser etwas erreicht hat, was man sich selbst doch auch so sehr wünscht. Gerne mischen sich dann in unsere Gefühle Fünkchen von Eifersucht, Frustration oder auch Wut. Das Glück der anderen wird dann zu einer Reflexion unseres "Versagens".

Aber wisst ihr, das ist nicht so.

Die Erfolge oder Misserfolge anderer stehen in keinem Zusammenhang mit unseren eigenen.

Wir sind wir. Wir selbst sind verantwortlich für unsere Handlungen - und natürlich auch für das, was wir nicht tun. Diese uns unser Leben gehören zusammen.

 

Aber denken wir mal darüber nach, dass es für diesen Menschen vielleicht auch wirklich harte Arbeit bedeutet hat, viel Hingabe und Leidenschaft und sicherlich auch Kompromisse, Hinterfragen und Zweifel was jetzt so einfach und spielerisch erscheint. Und man kann es in diesem Moment auch so sehen: Wie schön es doch ist, dass Arbeit tatsächlich belohnt wird und dass es sich lohnt für etwas zu kämpfen.

Es macht keinen Sinn, sich gut zu fühlen, wenn man jemand anderen scheitern sieht. Ich finde, dass es eher Sinn macht, sich mit Menschen zu umgeben, die einen herausfordern und immer wieder ein Stückchen in die richtige Richtung schubsen.

Ja, sicher - jetzt sind wir wieder an der Stelle: Es ist leichter geschrieben als gelebt - es ist schwer, seine Gefühle in den Griff zu bekommen. Sie sind nun mal da. Aber: Du kannst lernen, sie unter Kontrolle zu bekommen. Mit viel Übung und Reflexion, Ehrlichkeit und Mut sich selbst zu erkennen. Ich versuche dazu, mich aus der Situation herauszunehmen, mich von Außen zu beobachten und zu verstehen, warum mich diese Situation gerade in dieser oder jener Weise berührt. Das ist schwer, denn die Gefühle zu ignorieren und die Situation zu verlassen ist einfacher. Aber wenn wir wachsen möchten, dann müssen wir hinschauen - und dann werden wir Stück für Stück verstehen.

Und zum Abschluss: Das Glück der anderen ist ansteckend! Nimm es auf und verbreite es! Apropos Glück - Lächeln ist übrigens mit das Schönste auf der Welt! Und jedes Lächeln zählt - lest selbst!