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Ehrgeiz oder: der Weg ist das Ziel!?

Tag 6 des Pärchen Selbstversuch – 21 Tage Yoga mit YogaMeHome

Ich würde heute gerne einfach ein paar Gedanken zum Übungsweg mit Euch teilen, denn Stefan und ich haben gestern darüber diskutiert als es ihm um sein Sixpack ging (siehe Tag 5 des Pärchen-Selbstversuchs). Stefan hat geschimpft und sich geärgert, dass er (angeblich) zu wenig Kraft im Bauch hat und deshalb den Kopfstand nicht kann und sowieso grundsätzlich viel zu wenig flexibel ist und und und. Und ich habe mich mit dem Online Yoga Video von YogaMeHome zur seitlichen Krähe (https://www.yogamehome.org/videos/seitliche-kraehe-parsva-bakasana-vinyasa-flow-video-544) abgemüht.

Und da kam mir die Frage in den Sinn, worum es denn eigentlich geht im Yoga. Doch sicherlich nicht darum, besonders "gut" in der Asana-Übung zu sein. Wobei dazu zudem zu definieren wäre, was "gut" denn in diesem Zusammenhang überhaupt heißen soll. Klar, sagen jetzt die meisten von euch, dass ihr das wisst und euch das auch klar ist. Und trotzdem ist es doch schwer umzusetzen, finde ich. Wenn ich ehrlich bin, dann spüre ich schon manchmal den Ehrgeiz auf der Matte oder schiele zur Nachbarmatte rüber und vergleiche. Oder nehmen wir die vielen wunderbar und durchaus ästhetisch fotografierten Yoga-Bilder (auch wenn ich zugeben muss, dass mich der Overload immer öfter nervt) - sie vermitteln uns doch ein falsches Bild vom Yoga-Übungsweg. Und da kommen wir zum eigentlichen Punkt. Yoga ist ein Übungsweg. Und ehrlicherweise werden die meisten von uns das letzte "Ziel" dieses Wegs, Sahmadi (http://we-love-yoga.de/yoga-abc/das-kleine-yoga-lexikon#S) nicht erreichen können. Aber das macht nichts! Denn mit jedem kleinen Schritt, mit jeder Grenze, die wir erweitern, kommen wir weiter. Stück für Stück wachsen wir über uns hinaus. Nicht in dem Sinne, dass wir "besser" werden, sondern, dass wir gelassener werden, konzentrierter, mitfühlender und liebevoller... Auch und vor allem uns selbst gegenüber. Vielleicht fangen wir an zu verstehen, dass wir nicht perfekt sein müssen. Und ganz nebenbei wird unser Körper durch die Asanas gestärkt, kraftvoller, gesünder. Wir beginnen, uns anders zu ernähren, achten auf das, was wir zu nehmen. Vielleicht verändern wir auch unser generelles Konsumverhalten oder unsere Einstellung zu anderen Dingen des Lebens.

Und genau deshalb ist für mich der Weg das Ziel. Jeden Tag... Und wie sagte Patthabi Jois (http://we-love-yoga.de/yoga-abc/stars-und-sternchen#J) so schön: 1% Theory, 99% Practice.

Und ganz wunderbar passt dazu das Video, das wir auf Facebook mit Euch geteilt haben - üben kann auch richtig Spaß machen, wenn die Einstellung dazu passt! ;-)