Dylan Sara über Yoga und Kunst - Face(t)s of Yoga

Alli Shafer von Dylan gezeichnet

Dylan Sara hat eine Vision: eine Sammlung mit Kunst, Illustrationen, Geschichten und Mantras mit uns zu teilen, die aus einer Fülle von lebendiger Geschichte und persönlicher Erfahrung wurzeln. Sein Projekt "Face(t)s of Yoga" ist ein wesentlicher Schritt in diese Richtung...

Sein Ziel ist es, 100 Yogis zu portraitieren, ihre Geschichte in Ihren Gesichtern zu zeichnen, ihr Licht und ihre Stärke auf die Leinwand zu bringen...

Dieses Projekt finden wir wunderbar! Wem das auch so geht, kann Dylan auf Kickstarter unterstützen - und ihr könnt sicher sein: Wir werden alle von seiner Arbeit profitieren! Danke, Dylan!

Wie kam es zu dem Projekt? 

Die Idee entstand auf einem Winterspaziergang am kalten, windigen Ostseestrand. Zwischen den Jahren ist so eine gute Zeit für Visionen, und an dem Tag verknüpften sich ein paar Dinge: An meiner Kunst liebe ich, dass ich lerne, zu sehen. Am meisten faszinieren mich Gesichter und die Geschichten dahinter. Thematisch habe ich mich in den letzten Jahren außerdem mit den Gottheiten, aber auch mit dem Göttlichen in jedem von uns beschäftigt. Wenn ich Portraits male, vertiefe ich mich in ein einzelnes Gesicht und sehe darin so viel. Oft auch diesen besonderen Funken in jedem Menschen… Als Kickstarter dann zu ‘Make 100’ ausrief, war mir klar, was ich machen würde: 100 Portraits. 

Dr. Ronald Steiner gezeichnet von Dylan

Was fasziniert dich an den Yogis?

Das Buch ist beinahe eine Autobiographie. Es sind alles Menschen, die mich persönlich berührt oder inspiriert haben. Mein erster Yogalehrer aus Belgien ist dabei, meine Frau natürlich, aber auch die Autoren meiner Lieblings-Yoga-Bücher oder Yogis, die mich täglich auf Instagram inspirieren. Viele von ihnen scheinen so lichtvoll zu sein und ihr bestes Leben zu leben, ich bin so gespannt zu hören, was sie zum Thema Licht und Schatten zu sagen haben. 

Übst du selbst Yoga? 

Ja. Eigentlich praktiziere ich den ganzen Tag Yoga. Malen ist für mich Meditation, eine Praxis von absoluter Präsenz. Vater von zwei kleinen Jungs sein ist für mich eine ständige Yoga-Praxis. Wenn sie meine Knöpfe drücken, kann ich meine Emotionen wahrnehmen und gute Entscheidungen treffen. Auf dem Heimweg vom Kindergarten und auch sonst im Familienleben rezitiere ich regelmäßig Mantras. Mich fasziniert auch die Mythologie und Philosophie des Yoga, deshalb höre ich beim Malen auch gerne Hörbücher - vom Mahabharata bis zu Tantra Illuminated, von den Upanishaden bis zu den Recognition Sutras. Auch für physische Praxis ist manchmal Zeit.

Was ist Yoga für dich? 

Das kann ich am besten auf Englisch sagen: Cultivating awareness. Being aware of my choices. Choosing connection. 

Hast du ein Mantra, das du besonders gerne magst?

Vakratunda mahakaya suryakoti samaprabha nirvignyam kurumedeva sarvakajeshu sarvada. Das ist ein Ganesha Mantra. Ich mag den Klang und höre und singe es gerne in einer sehr tiefen, erdigen Version. Manchmal singt es auch mein vierjähriger Sohn in seiner Glöckchenstimme, das ist süß. Ich hatte lange Probleme damit, meine Kunst wirklich zu Ende zu bringen. Dieses Mantra hat mir so geholfen.

Dylans Portrait von Sianna Sherman

Was wünscht du dir für die Zukunft? 

Ein magisches, musikreiches, kreatives, inspiriertes Leben mit meiner Familie. Und für meine Kunst: einige Kunstwerke haben mich in meinem Leben tief bewegt, eine fast schon spirituelle Begegnung. Diese unbeschreiblichen Momente würde ich gerne mit anderen Teilen und mit meinen Bildern in die Welt bringen.  

Willst du sonst noch was loswerden?

Klar: Support "Face(t)s of Yoga" on Kickstarter! ;-)

Dylans Kalligraphie Rama Devanagari

Danke, Dylan für das Interview! Und: Viel Glück, dass 100 Face(t)s of Yoga Realität wird! 

Kurzinfo über Dylan Sara:

Dylan ist in Australien aufgewachsen, lebte dann lange in Europa und lebt heute mit seiner Frau und zwei Söhnen in Deutschland.

Mehr zu Dylan und all seinen Arbeiten erfahrt ihr auf seiner Homepage - wirklich tolle Yoga-Kunst könnt ihr da finden...