Lebe, Liebe, Lache!

Die we.love.yoga-Inspirations- und Glückshappen!

Durstig! Oder: Der Kampf ums Wasser ist keine Utopie mehr...

Das Problem ist uns sicher nicht neu, aber trotzdem ist es erstaunlich, wie wenig wir uns dessen bewusst sind. Es ist wahrscheinlich so, wie mit sehr vielen Dingen - was uns nicht direkt betrifft, vergessen wir gern. Zum Beispiel: Wo kommt unsere Kleidung her? Oder: Muss es sein, dass unser Obst und Gemüse makellos sind? Wie viel werfen wir achtlos weg, statt es noch zu verwerten oder zu reparieren? Alles Themen, die gerade wir, die wir uns für Yoga und Achtsamkeit interessieren, ja vielleicht unser Leben danach ausgerichtet haben, auf die Fahnen schreiben. Und trotzdem gern, wenn wir ehrlich sind, vergessen im Alltagstrubel oder auch aus Bequemlichkeit.

So auch das Thema Wasser - es ist einfach da. Zum Trinken, Kochen, Zähne putzen. Es spült unser Geschirr und wäscht unsere Wäsche, lässt die Blumen in der Vase blühen, und unser Gemüse wachsen. Aber unser Durst ist unstillbar. Und mittlerweile sinkt das Grundwasser in vielen Regionen der Erde bedenklich... Und wir sprechen hier nicht nur von Afrika oder Wüstengegenden, sondern von Kalifornien. Kalifornien? Das ist doch die Gemüse- und Obstkammer der USA. Äpfel, Orangen, Weintrauben, Bohnen, Mandeln... Im supermodernen Sunshine State gibt es Städte, in denen manche Bewohner kein eigenes Wasser mehr haben, denn die privaten Grundwasserbrunnen sind leer. Sie müssen von der Trockenheitsnothilfe versorgt werden.

Fakt ist: In vielen Gebieten wird mehr Grundwasser verbraucht als neu hinzukommt. Wo? In Bangladesch, Griechenland, Jordanien, Saudi-Arabien,... Flüsse trocknen aus, der Lebensraum in Feuchtgebieten verändert sich, Landwirte bekommen Probleme ihre Felder zu bewirtschaften - der Wassermangel wird zum existentiellen Problem für Menschen und Tiere.

Die Vereinten Nationen schätzen, dass 2050 neun Milliarden Menschen auf der Erde leben werden und mindestens vier Milliarden Menschen nicht mehr genug Wasser haben werden. Der Kampf ums Wasser zeichnet sich heute schon ab...

                Quelle für den Beitrag: Schrot&Korn 02/2017, Artikel von Rebecca Sandbichler

Und da ist es wieder, das böse, unvermeidliche "Konsum"-Wort - aber es ist halt Fakt: 40% des "Water Footprints" hinterlassen wir z.B. in anderen Regionen, da wir viele im Ausland produzierte Produkte kaufen.

Führen wir uns das mit ein paar Zahlen vor Augen:

  • Jeder Deutsche braucht ca. 4000 Liter virtuelles Wasser pro Tag, wenn man alles einrechnet (Lebensmittel-Herstellung, etc. Nur als Beispiel: Eine Tafel Schokolade braucht rund 1700 Liter Wasser vom Anbau der Kakaopflanze bis zur fertigen Tafel, ein T-Shirt 2500 Liter, eine Jeans 18 000 Liter). Davon sind ca. 122 Liter Frischwasser. 3 Liter brauchen wir zum Kochen, den Rest für die Hygiene. 
  • Ein Inder braucht 25 Liter Wasser pro Tag.

Was können wir tun?

  • Vor allem macht es Sinn, Warmwasser zu sparen - v.a. den Energieverbrauch. Normales Trinkwasser zu sparen nur bedingt, da die Kanäle durchgespült werden müssen - geschieht dies nicht durch "Abwasser", greift man zu Frischwasser...
  • Mit Bedacht "konsumieren" - regional kaufen, auf biologische Erzeugung achten, möglichst frische Ware, industriell verarbeitetes meiden... Und vielleicht öfter mal überlegen, ob es das zwanzigste neue T-Shirt doch noch wirklich braucht - nicht nur wegen dem Wasserverbrauch, sondern auch generell.

Wer mehr wissen möchte: