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Die "Graf Zahl Vinyasa"

Graf Zahl Vinyasa: Ein = Aus

Was gibt Du rein? Was nimmst Du heraus?

Es stellt sich immer ein Gleichgewicht ein, sobald Du darauf achtest und Dich darauf ausrichtest. Ungleichgewichte in der Ein-Aus-Balance machen sich immer bemerkbar. Das ist recht zuverlässig. Für die Yogapraxis bedeutet das zum Beispiel: Ich strenge mich über die Maßen an, obwohl meine körperliche Kraft dies aber noch nicht zulässt. Mein Verstand will mehr, als der Rest meines Übens freiwillig zulassen würde. Das ist Zwang. Und Zwang unterliegt Erwartungen. 

Ich übe also wie es sein muss und nicht innerhalb meiner Möglichkeiten. Müdigkeit, Lustlosigkeit, Verletzungen, Atemnot resultieren aus dem Ungleichgewicht der Ein-Aus-Balance. Übertrage ich dies ganz einfach auf mein Bankkonto. Ich habe Einnahmen. Die resultieren aus meiner geleisteten Arbeit. Entsprechend dieses Limits kann ich meine Ausgaben gestalten. Lebe ich darüber hinaus, komme ich in ein Minus. Und das kostet Zinsen. Verheerend, wenn ich dazu noch meinen Kontostand nicht checke (= Vermeidungsverhalten). Positive Emotionen und Gedanken, je mehr davon umso besser, sind immer eine gute Investition. Persönliche Ziele, die ich mir stelle, verbunden mit guten Ideen, sind eine gute Investition. Ich gehe immer unverzüglich an die Verwirklichung, in der Praxis. Ein persönliches Ziel erreicht zu haben, ist mein Plus. Dafür habe ich mich persönlich eingesetzt.

Wenn ich die erste Serie meistern will, muss ich üben. Wenn ich eine Ashtanga-Klasse und darüber hinaus eine Community in Weimar aufbauen will, muss ich meine ganze Konzentration und mein Bemühen reingeben. Und dann fängt es an zu laufen. So wie jetzt. Ich begann vor einem Jahr zu intensiver Ashtanga Yoga zu üben. Besuchte Workshops, lernte Leute kennen, die schon weiter waren und lud immer wieder Leute ein, mit mir zu üben. Ich erzählte davon. 

Am kommenden Wochenende gibt es bei uns einen Workshop mit Janosch Steinhauer. Gemeinsam mit meiner Kollegin und Freundin Katy, konnten wir ihn gewinnen, unser Studio zu besuchen und bei uns zu unterrichten. Wir investieren dafür unsere Zeit, Ideen und bieten unsere Räumlichkeiten und tolle Übungsatmosphäre. Und waren von Anfang an überzeugt, dass dieser Workshop zustande kommt. Wir sind bis auf den letzten Platz ausgebucht. Hoya! Die Gestaltung und die vielen tollen Menschen, die zusammen üben sind ein Gewinn.

Wenn ich beim Üben müde und kraftlos werde, mache ich folgende einfache Übung. Ich nenne sie „Graf Zahl Vinyasa“: Ich halte inne und zähle. Nicht nur die Atemzüge während der Asana, sondern auch die Länge der Einatmung. Die Ausatmung passe ich entsprechend an. Das mache ich so lange und immer wieder, bis sich das vertieft und wohlig anfühlt. Ohne nach Luft zu schnappen oder in die Enge der Ausatmung zu gelangen. Es lohnt sich das zu machen. Weil Zahlen unbestechlich sind. Und Du Dich nicht mehr selbst betrügst. Du solltest immer Anpassungen vornehmen. Bleib wach! Gehe nicht so sehr davon aus, was Du willst. Sondern Du passt Deine Intensität und Geschwindigkeit an. Im Sinne Vinyasa Krama. Du übst im Rahmen Deiner Möglichkeiten. Nach der Praxis kannst Du reflektieren. Schreibe Deine Erfahrungen in Dein Ashtanga-Logbuch ein. Schreibe auf, was Du erreichen willst und schau Dir an, was Du üben solltest. Was ist nötig, um an Dein Ziel zu gelangen? Ich mache das von Anfang an. So sehe ich meine Schritte und kenne den Prozess. So behalte ich mein Ziel im Auge, obwohl ich noch davon entfernt bin.

Glück kommt nicht einfach so. Ich bin überzeugt, dass ein persönliches Ziel zu erreichen, mich belohnt, weil ich etwas dafür gemacht habe. Ich habe einen Samen gepflanzt und mich darum gekümmert. Eine Aufgabe oder ein Ziel zu erreichen, weil ich hoffe, damit glücklich zu werden, macht eher unzufrieden. Hoffnung ist für mich unrealistisch. Vertrauen in die Fruchtbarkeit der eigenen Erde und das stetige Bemühen macht mich zufrieden. Und wenn die Rechnung stimmt okay - balance - fine!

Es lohnt sich, in Ruhe die ganze Aufmerksamkeit auf den Atem zu lenken. Viele Leute wissen nichts vom Atem. Sie wissen nichts von sich. Also konzentriere Dich und vertiefe den Atem. Zähle die Länge der Einatmung und mache die Ausatmung genauso lang. Dann erweitere das auf unendlich. Das ist eine hervorragende Methode um sich auszugleichen und parallel dazu das Energieniveau zu heben. Mit einer höheren Ausgeglichenheit wirst Du andere Entscheidungen treffen. Glückliche Wendungen hast Du vorbereitet durch Deinen persönlichen Einsatz und Dein Vertrauen in Dich.

Liebe Grüße, Katrin