Und Du? Der Sinn der täglichen Arbeit...

Vor nicht allzu langer Zeit spekulierten wir im Kollegenkreis darüber, warum die meisten von uns zum Arbeiten gehen. “Ich arbeite um mir meinen Lebensunterhalt zu verdienen. Ich arbeite, um zu Essen und Trinken, für Kleidung, ein neues Auto, Urlaub, meine Hypothek abzubezahlen, kurzum um zu leben“. Eigentlich trivial, denn so machen es doch die meisten, oder?

Ja, vermutlich würden die meisten eine ähnliche Antwort abliefern, aber vermutlich liegt das auch daran, dass nur die wenigsten wirklich einmal darüber nachgedacht haben, dass dieses "um zu" nicht zufällig mit den beiden gleichen Buchstaben wie Zukunft beginnt.

Wenn wir arbeiten "um zu", dann ist das völlig legitim, aber wir müssen verdammt aufpassen nicht deswegen den Moment, das "Jetzt und Hier" aus den Augen zu verlieren und den Augenblick zu verpassen.

Sollte das der Fall sein, dann arbeiten wir am Leben vorbei. Ich weiß, dass es sich viel leichter sagt als es im Endeffekt getan ist, aber ich glaube wir schulden uns eine Tätigkeit die wir an fast allen Arbeitstagen mit Freude und Befriedigung ausführen und nicht ausschließlich des Geldes wegen. Wir fahren ja auch nicht Ski mit dem Ziel möglichst schnell wieder unten am Lift zu stehen, oder?

Was bedeutet das für alle "Arbeitstierchen" unter uns? Wenn ich bereits eine Arbeitsstelle habe mit der ich mich wohl fühle und eine Tätigkeit in der ich aufgehe, dann sollte ich mir bewusst machen, dass ich zu einer privilegierten Minderheit gehöre. 

In allen anderen Fällen führt leider kein Weg daran vorbei mich zu bewegen und zwar auf eine Ebene hin, die mich wirklich glücklich macht. 

Was meine ich damit? Machen wir es plakativ.

Nehmen wir für einen kurzen Moment an ich wäre eine Kuh. Dann sollte ich mir eine andere satte und grüne Weide suchen anstatt auf die Rennbahn zu gehen, um mich als Traber auszugeben, denn egal wie viele Runde ich dort drehe – ein Rennpferd werde ich dadurch sicherlich nicht! Wir sollten also im Rahmen dessen bleiben was wir wirklich sind, können und vor allem gerne machen und nicht aus Renommee einer bestimmten Arbeit nachgehen.

Wenn Du in einer führenden Position arbeitest, dann solltest Du Dir immer vergegenwärtigen, dass sich das „warum“ Deiner Mitarbeiter gewandelt hat. Laut einer Gallup Studie ist es wichtiger denn je den Angestellten Sinn in ihrer Tätigkeit zu bieten. 

„Wer Leistung will muss Sinn bieten“ könnte als neues Credo ausgerufen werden! 

An Nummer zwei steht „Spielraum muss gewährt werden“, gefolgt vom sozialen Umgang und den Weiterbildungsmöglichkeiten. Sollten diese Punkte nicht gegeben sein, dann werden viele über kurz oder lang gehen. Denn Menschen verlassen nicht Firmen, sie verlassen Vorgesetzte!

In einer Arbeitswelt in der Burnout und psychische Erkrankungen immer mehr zunehmen und viele rackern bis zum Umfallen ist es mehr den je essenziell zu wissen, was die Menschen bewegt und das heißt weg vom Führen mit Zahlen!

Gewinne die Herzen Deiner Mitarbeiter denn wer die Herzen gewinnt muss sich um den Kopf nicht sorgen und das Herz gewinnen geht nicht über Zahlen.