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Coffee-to-go mit gutem Gewissen - ein Interview mit RECUP

return. reuse. recycle.

Ein Pfandsystem für Coffee-to-go Mehrwegbecher? Deutschlandweit? Der Umwelt etwas Gutes tun? Warum bin ich nicht auf diese brillante Idee gekommen...?

Wusstet Ihr, dass allein in Deutschland ca. 2,4 Mrd. (2.400.000.000) Coffee-to-go Einwegbecher pro Jahr verbraucht und nach jedem getrunkenen Kaffee weggeworfen werden (Quelle: RECUP)? Das ist eine erschreckend hohe Zahl! Die sympathischen Jungs und Mädels von RECUP tun etwas dagegen. Ich habe sie vor kurzem kennengelernt und war sofort von ihnen und ihrem neu-entwickelten Pfandsystem begeistert. Diese tolle Idee und das nette Team muss ich Euch heute einfach vorstellen!

Nach einer erfolgreichen Testphase in Rosenheim ist das Team nun auch in München gestartet und bald werden viele weitere Städte folgen. Melanie und ich haben bereits unseren ersten Kaffee aus den neuen RECUP-Bechern geschlürft. Die sind nicht nur recyclebar, sondern sehen dazu auch noch ziemlich cool aus - besonders die liebevoll gestaltete Städte-Edition. Da macht das To-go-Kaffeetrinken doch gleich viel mehr Spaß.

Wer und was genau hinter RECUP und der Idee steht, erfahrt ihr in diesem kurzen Interview: 

Beschreibt kurz, was RECUP ist und für was es steht?

RECUP ist ein Mehrweg-Pfandsystem für Coffee-to-go Becher und steht für nachhaltigen Kaffeegenuss zum Mitnehmen.

 

Wer steckt hinter der Idee? Und wie groß ist Euer Team heute?

Fabian: Die Idee kam von uns, Florian und mir, die RECUP auch gegründet haben. Mittlerweile ist das Team zu acht.

 

Wann und wie kamt Ihr dazu, RECUP zu entwickeln?

Fabian: Die Idee hatten wir in der Uni. Bei Fabian in Schweden gab es nur Einwegbecher in der Uni. Bei Flo gab es zwar Tassen, aber die hat keiner genommen, sondern alle sind mit Einwegbechern rumgerannt. Wir hatten die gleiche Idee und wurden dann von Julia Post (Coffee to go again) vernetzt.

Was ist das Besondere an dem RECUP-Becher?

Florian: Der RECUP ist ca. 500 Mal wiederverwendbar. Er ist aus recyclebarem Kunststoff (Polypropylen, PP). Ja, wir haben uns auch gefragt: Plastik- und Pappbechermüll vermeiden mit einem Pfandbecher aus Plastik? Wir haben lange recherchiert und abgewägt, aber aktuell ist für ein Mehrweg-Pfandsystem dieses Material die nachhaltigste Alternative. Das sind die Gründe dafür:

Langlebigkeit: Becher aus PP können viel länger im Kreislauf eines Pfandsystems gehalten werden. Geeignet für alle Spülmaschinen und extrem bruchsicher.

Umweltbilanz: Vergleicht man die Herstellungs- und Recyclingbedingungen mit denen von alternativen Materialien, schneidet PP durch vergleichbar geringen Energieverbrauch und gute Recyclingfähigkeit am Besten ab. Gegen Bambus haben wir uns auch bewusst entschieden: dort wird bei der Herstellung Melamin beigemischt und dadurch sind die Becher nicht recyclebar, können weniger wiederverwendet werden, und gesund ist es auch nicht.

Komfort: Der RECUP ist leicht, bruchsicher, optimal stapelbar und geschmacksneutral. Uns ist es wichtig, dass man unseren Becher sowohl leicht mitnehmen als auch anbieten kann.

Trotzdem sind wir auf der Suche nach alternativen Materialien. Gerade wird da sehr viel geforscht, aber bisher haben wir noch nichts gefunden, das ähnlich gute Eigenschaften wie PP hat und somit für ein Pfandbechersystem genauso geeignet ist.

Wie kann man bei Euch mitmachen und RECUP-Partner werden?

Fabian: Seit ein paar Tagen kann man sich auf unserer Partner-Website informieren und einfach mitmachen.

 

Woher weiß ich, wo ich meinen Kaffee aus einem RECUP-Becher bekomme bzw. wo ich meinen Becher zurückgeben kann?

Florian: Dafür gibt es unsere App: https://app.recup.de/ In der Karte findet man alle Cafés. Ansonsten erkennt man die Cafés aber auch am Partner-Label an den Café-Fenstern.

 

Nach Eurem großen Erfolg in Rosenheim seid Ihr nun auch in München gestartet. In welcher Stadt geht es weiter?

Florian: In Berlin. Clemens Pech von JustSwapIt. ist seit März Teil unseres Teams und arbeitet daran, dass es RECUP bald auch in Berlin gibt.

 

Wo seht Ihr Euch in 5 Jahren?

Fabian: Am liebsten in ganz Deutschland. Wir geben unser Bestes und schauen mal, was passiert. ;)

 

Ihr habt in so kurzer Zeit schon so viel erreicht und einen riesigen Beitrag zur Nachhaltigkeit und bewusstem Konsum beigesteuert - auf was seid Ihr besonders stolz?

Florian: Danke! ;-) Aktuell auf unseren neuen Becher und dass der für den Start in München rechtzeitig fertig war.

Und zum Abschluss noch eine Yoga-Frage: Macht ihr Yoga und wenn ja, seit wann? Und wenn nein, solltet Ihr unbedingt bald damit anfangen und auf we-love-yoga.de nach Eurer Yogalehrerin oder Eurem Yogalehrer suchen ;)

Fabian: Nein, aber Danke für den Tipp, würde sicher nicht schaden ;)

Flo: Ich habe mal einen Kurs gemacht, und das war richtig gut. Aktuell mache ich es vor allem, um nach der Arbeit abzuschalten und an regnerischen Tagen statt anderem Sport draußen.

Unser Fazit ist eindeutig: we.love.yoga loves RECUP! Danke für das Interview! Wir wünschen dem Team weiterhin ganz viel Erfolg und hoffen, Ihr alle genießt Euren nächsten Coffee-to-go ganz bald auch aus einem RECUP-Becher.

Weitere Informationen findet Ihr hier.

all photos by Meltem Salb