Lebe, Liebe, Lache!

Die we.love.yoga-Inspirations- und Glückshappen!

Buenos Aires in 2 Tagen

Buenos Aires ist die Hauptstadt von Argentinien und liegt unglaublich weit weg von Deutschland... Wenn man die 13-14 Stunden Flugzeit hinter sich gebracht hat (möglichst Nachtflug wählen!) kommt man in einer kulturell und politisch total interessanten Stadt mit knapp dreimillionen Einwohnern an, in der einem bald der Spagat zwischen Moderne und morbider, sinnlich-melancholischer Geschichte auffällt.

Meine zwei Tage in Buenos Aires begannen am Ankunftsabend am Puerto Madero, der Hafengegend, die noch bis vor einigen Jahren an Verfallenheit kaum zu übertreffen war, mittlerweile jedoch hell und hip und gesäumt von leicht überteuerten Restaurants und Joggern und überhaupt schick ist. Man kann hier wunderbar draussen sitzen und dem europäischen Winter entkommen, denn hier sind die Jahreszeiten ja entgegengesetzt dem heimischen Zyklus.

Wir gehen gegen halb neun (vorher gibt es in Buenos Aires - wie überall in Südamerika - quasi NIX) zum Restaurant "Gran Parilla del Plata", das zu meinen Lieblingsläden zählt. Als Vegetarier leide ich hier fast überall, da kann ich auch gleich in ein Steakhaus gehen... hier gibt es fantastische Veggie-Alternativen!!! Besonders lecker finde ich den "espinaca a la crema", Spinatcreme, oder vegan: "Patatas bravas al horno". Die Kellner sind total freundlich und haben aufmunternde Worte für mich als einzigen Nicht-Fleischesser, darüber freue ich mich sehr!

Am nächsten Morgen sind wir früh wach und ich gebe meiner Crew, wie verabredet, eine zweieinhalbstündige Yogasession am Hotelpool. Danach ist die Stimmung völlig gelöst, es ist wirklich faszinierend, was alles so geschieht, wenn man sich von einer ganz anderen Warte zeigen "muss". Alle sind begeistert, wie stark das Körperund Seelenbewusstsein sich anfühlte und ich freue mich total, dass sie tatsächlich beim Mantra mitgesungen haben und ich etwas von meiner Dankbarkeit, hier sein zu dürfen, zurückgeben kann.

Danach haben alle Lust auf frische Säfte und Frühstück und ich möchte Fahrrad fahren. Geeignete Fahrräder für die teilweise sehr rumpeligen Radspuren kann man sich bei "la Bicicleta Naranja" in San Telmo (Pasaje Giuffra 308) bei den netten Besitzern leihen, die auch über Kartenmaterial verfügen.

So radle ich ein paar Stunden die Stadt ab, schaue mir zum xten Mal den "Cementerio recoleta", den historischen Friedhof Buenos Aires mit seinen mega opulenten, halb verfallenen Mausoleen und seiner prominentesten Ruhestätte der Evita Peron an, oder setze mich auf einen der vielen Plätze der Stadt und geniesse die wärmende Sonne. Die Fahrradspuren sind oft katastophal und es gibt viel Kopfsteinpflaster, aber irgendwie stört mich das gar nicht- ist halt so 

: )!

Am späten Nachmittag habe ich selbst noch einen Termin in einem wunderschönen, kleinen Yogastudio von Rosy Ramirez 

(Alfonsina 960, C3), die viele Jahre bei Iyengar in Indien oder mit anderen Meistern in Brasilien verbracht hat. Sie ist eine fantastische, sehr liebenswerte ganzheitliche Yogini mit schamanistischem Einschlag und diesmal komme ich zu ihr zur Massage, die fantastisch ist!!! Sie nimmt sich sehr viel Zeit und die Massage ist energetisch und einfühlsam- und die Umgebung des Studios, das sie selbst bemalt hat, einfach liebevoll! Danach unterhalte ich mich noch lange mit Rosy, die sofort ein gemeinsames Retreat plant : ), und freue mich auf meinen nächsten Besuch.

In San Telmo gibt es eine Auswahl an kleinen Restaurants, die auch vegetarische Tapas oder Pastagerichte auf der Karte haben, und es gibt fantastische indische Restaurants! Ich setze mich einfach auf einen Platz und geniesse ein paar veggie Snacks und einen leckeren Temperanillo und habe das Gefühl, der glücklichste Mensch auf Erden zu sein.

Am nächsten Morgen gehe ich erstmal spazieren- neben dem Hotel liegt das riesige Naturparadies "Reserva Ecologica Costanera Sur", ein einladender Park, der sich auf der anderen Seite bis zum Rio de la Plata ausdehnt. Man kann herrlich joggen, meditieren oder natürlich Yoga machen inmitten von Schildkröten, Kranichen, Eidechsen und sonstigen kleinen Erdbewohnern.

Davon inspiriert ziehe ich mich auf mein Hotelzimmer zurück, meine Japamala ist von der Sonne aufgeladen und ich geniesse heute lieber auf dem Zimmer mein Praxis, hat man ja Mal : )

Anschliessend meditiere ich noch eine Weile in der Sonne, überlege, ob ich die knallroten Schuhe, die ich gestern gesehen habe, nicht doch noch kaufen soll, und gehe frühstücken im "OL'DAYS' "nahe Puerto Madero, wo man draussen sitzen kann und es frische Säfte, Cappucino mit Mandelmilch und Avocado Tostadas gibt, yum! Alles geht etwas langsamer, da der Körper sich ja auch mit den vier Stunden Zeitverschiebung amüsieren darf, aber es ist wunderbar, dass Buenos Aires soviele Möglichkeiten bietet, sich mit der Natur zu verbinden, zur Ruhe zu kommen und sich - trotz langer Nächte - sanft zu erden.