Lebe, Liebe, Lache!

Die we.love.yoga-Inspirations- und Glückshappen!

Fly Fly! Bewegung mit schwerelosem Yoga: Ananda Aerial Yoga

Loslassen – Entspannen – Fliegen – Abschalten –Relaxen – Träumen – Vertrauen – Entdecke das Kind in dir – Schweben – Schaukeln – Spielen

3,30 Meter lang ist das Tuch und viele schöne bunte Farben stehen mir zur Auswahl. Welche Farbe spricht mich heute an? Möchte ich mich von einem leuchtend gelben Tuch tragen lassen oder lieber knalliges rot. Ich entscheide mich für das türkisfarbene Aerial Tuch, nach dieser langen kalten Zeit erinnert es mich ans warme, blaue Meer. Anfangsentspannung, mein erster Kontakt mit dem Tuch. Ich setze mich ins Tuch und bringe mich in die Aerial Embryo Stellung. Die Fersen sind dabei im Tuch und die Füße liegen aufeinander, mein Rücken ist gerade ausgerichtet im Tuch in einer aufrechten und doch sehr bequemen Sitzhaltung. Ich fühle mich geborgen. Wie in einem Kokon. Ich schließe meine Augen und lasse mich treiben.

Meine Gedanken folgen der Stimme und bleiben bewusst bei meiner Atmung. Mit jeder Einatmung spüre ich bewusst, wie mein Bauch sich hebt und mit der Ausatmung, wie mein Bauch sich senkt. Sanft schaukelt das Tuch hin und her, fühlt sich gut an und strahlt Geborgenheit aus. Wir eröffnen die Stunde gemeinsam mit dem Urklang aller Laute, dem OM. Wow – Gänsehaut, das hört und fühlt sich ganz anders an, wie auf dem Boden auf einer Yogamatte. Langsam öffne ich meine Augen, komme wieder hier an und sehe als erstes das Tuch in dem ich sitze. Ich steige wieder aus dem Tuch heraus und spüre festen Boden unter den Füssen und fühle mich entspannt. Um mich herum sehe ich lächelnde Gesichter, schön.

Wir beginnen damit, uns mit dem Tuch vertraut zu machen. Die Füße sind dabei geerdet und stehen auf der Matte.

Das Tuch ziehe ich wie eine Jacke an, und habe es unter meinen Achselhöhlen sitzen. Arme neben die Ohren und gestreckt und die Finger ins Pistolenmudra. Mit dem Einklang meiner Atmung beginne ich mich von links nach rechts zu dehnen. Es folgen weitere Aufwärmübungen, immer mit den Füssen am Boden, aber das Körpergewicht an den Boden abgeben. Das Tuch trägt mein Körpergewicht, fängt mich auf, stützt mich herrlich – ich merke wie ich immer sicherer werde und mehr und mehr vertraue. Es geht weiter mit dem Hip Hang, das Tuch ist in Höhe der Lendengegend und ich beuge mich über das Tuch in den Aerial Dog.

Im Yoga der herabschauende Hund. Beim Aerial Dog spüre ich allerdings vielmehr meine Armkraft und auch die Länge meines Rückens und der Wirbelsäule. Die Anstrengung ist spürbar, aber beim Yoga kommt ja nach jeder Anspannung Entspannung. Nach jeder Asana (Übung) spüre ich bewusst nach und fühle, wie mein Körper sich anfühlt, wie fühle ich mich, was macht das Aerial Yoga mit mir? Nun doppel ich mein Tuch und setze mich in das gedoppelte Tuch für den Back Straddle.

Gut festhalten am vorderen Teil des Tuches und langsam und bewusst das Körpergewicht an das Tuch abgeben, in Form einer Rückwärtsrolle, nur die Beine werden dabei weit gegrätscht, damit ich sie außen um das Tuch wickeln kann, Füße in Charlie Chaplin Pose (Fersen zeigen zueinander, Füße quer) und ich bin fest und sicher – ich löse meine Hände und hänge kopfüber im Tuch.

Wow – die Welt aus einer anderen Perspektive. Ich bin stolz auf mich, dass ich mich getraut habe, fühle mich nun gut. Meine Wirbelsäule wird richtig langgezogen und hängt sich aus, ein tolles Gefühl. Das Blut strömt mir in den Kopf – die Kreativität wird angeregt, Körper und Geist werden aktiviert und erfrischt. Einmal mal die Welt aus der anderen Perspektive sehen, herrlich. Ein Gefühl der völligen Schwerelosigkeit. Aus dem Back Straddle wird erweitert. Die Hände werden auf die Matte gesetzt, Arme werden gestreckt und langsam schiebe ich meine Füße ganz bewusst und kontrolliert entlang am Tuch nach oben. Und dann kann ich es kaum glauben: ich stehe im Handstand.

Unglaublich, so habe ich mich das letzte Mal als Kind bewegt. Erinnerungen werden wach. Ein Gefühl der Freiheit und inneren Befriedigung. Ananda = Wonne, Freude, ja das ist Aerial Yoga, ein tolles Gefühl der Bewegung. Es folgen weitere Bewegungen, immer wieder kopfüber, das Wahrnehmen der Welt und alles um mich herum aus einer anderen Perspektive. Das regt zum Nachdenken an, eröffnet mir neue Blickwinkel. Nach vielen Asanas und unterschiedlichen Bewegungsabläufen, geht es in die Endentspannung: ich lege mich lang in das Tuch, fühlt sich an wie in einer Hängematte. Ich schwebe förmlich, meine Hände liegen in der Pharao-Haltung, d.h. meine Hände liegen entspannt auf der gegenüberliegenden Schulter, ich schließe meine Augen, spüre das sanfte Schwingen und die Bewegungen des Tuches, fühle mich ganz geborgen und folgen der sanften Stimme die mich in die Entspannung führt. Die Stimme ist

nicht mehr zu hören, aber plötzlich aus verschiedenen Richtungen und in unterschiedlicher Lautstärke eine sanfte Melodie, wie ein Glockenspiel. Zeit ins Hier und Jetzt zurückzukehren. Schade, ich könnte noch ein wenig länger liegen. Mit sanften Bewegungen, wie Schwimmbewegungen, genannt Aerial Delfin, bringe ich Bewegung in meinen Körper. Das fühlt sich schön an, ich spüre das kühle Tuch auf meiner Haut, wenn ich die Augen ein wenig öffne, gibt mir mein türkisfarbenes Tuch das Gefühl diese Bewegungen im Meer zu machen. Langsam verlasse ich das Tuch und wir Erden uns noch einmal, spüren bewusst den festen Boden unter den Füßen und beenden mit OM. Namasté bis bald beim Aerial Yoga.

Dies ist ein Gastbeitrag von Tanja Martens vom Yogastudio Feelgood in Güby und Eckernförde: http://we-love-yoga.de/yoga-lehrer-studios/tanja-martens oder schaut direkt bei Tanja vorbei: http://www.yoga-feelgood.de/